Regierungspräsidium Kassel

AUSWEITUNG DER ENTNAHMEVERBOTE AUCH AUF BISHER AUSGENOMMENE GRÖSSERE FLÜSSE WIRD VORBEREITET

Geringe Abflüsse und eine starke Erwärmung des Wassers setzen den Lebensbedingungen für Fische und andere Gewässerorganismen in den Fließgewässern des RP-Bezirks Kassel weiter zu. Insbesondere an kleinen Gewässern besteht die Gefahr, dass zusätzliche Wasserentnahmen den Fischen und anderen Gewässerorganismen die Überlebensmöglichkeiten entziehen.

Bereits Ende Juli bat das Regierungspräsidium in Abstimmung mit den unteren Wasserbehörden, bei Wasserentnahmen aus Bächen und Flüssen um besondere Sensibilität und Zurückhaltung (vgl. die Presseinformation vom 26.06.2026). Die Wasserbehörden der Landkreise und der kreisfreien Stadt Kassel im Zuständigkeitsbereich des RP Kassel haben in der Folge die Pegelstände weiter beobachtet und ab Anfang Juli 2026 teilweise konkrete Verbote per Allgemeinverfügung aussprechen müssen.

Über die seinerzeit noch vorhandene Stützung der Weserschifffahrt durch die Edertalsperre bzw. die anschließende Mindestabgabe waren die Abflussverhältnisse in der unteren Eder sowie in den Anschlussstrecken von Fulda und Weser noch vergleichsweise auskömmlich. Dies hat sich mit Ende der Stützung und der sukzessive weiter reduzierten Mindestabgabe aus der Edertalsperre geändert. Die mittleren Niedrigwasserabflüsse werden nun auch hier teilweise deutlich unterschritten. Die betroffenen Landkreise und die Stadt Kassel bzw. deren untere Wasserbehörden gehen inzwischen davon aus, dass die Entnahmeverbote per Allgemeinverfügung auch auf untere Eder, Fulda und Weser ausgeweitet werden müssen. Entsprechende Vorbereitungen laufen aktuell.

Regierungspräsident Mark Weinmeister appelliert angesichts der Trockenheit und der niedrigen Wasserstände erneut an das Verantwortungsbewusstsein und rücksichtsvolles Handeln jeder und jedes Einzelnen: „Auch wenn der aktuelle Regen als entlastend wahrgenommen wird, dürfte sich erst einmal nichts Dauerhaftes an den teilweise extremen Niedrigwasserabflüssen ändern. Nach wie vor zählt jeder Liter Wasser in unseren Flüssen, Bächen und Seen. Nun auch an den großen Unterliegergewässern der Edertalsperre.“

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