Der Besuch diente dazu, im Rahmen der sog. „Work Immersion“ einen unverstellten, realistischen Einblick in andere Berufsfelder zu bekommen und den Arbeitsalltag der Beschäftigten kennenzulernen.
Über die Einblicke in die Backwaren-Produktion und in die Arbeit hinterm Tresen freute sich Regierungspräsident Mark Weinmeister: „Für mich war es sehr aufschlussreich, bei der Bäckerei Viehmeier mitzuarbeiten und zu lernen, welchen Weg ein Brot geht – von der Zusammenstellung der Zutaten, aus der Backstube in die Papiertüte und über den Tresen – und was das Handwerk hierbei an Vorschriften beachten muss. Der heutige Arbeitseinsatz und die freundliche Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen haben mir einen sehr realistischen Blick in den Arbeitsalltag ermöglicht. NordOstHessen zeichnet sich auch durch seine vielfältige Brot- und Backkultur aus. Den heutigen Vormittag über durfte ich erfahren, wie die Bäckerei Viehmeier arbeitet, was die Angestellten täglich leisten und wie sich der Kontakt mit den Kundinnen und Kunden darstellt.“
Der Arbeitseinsatz fand ab 6:00 Uhr morgens in der Filiale „Brotfreunde“ der Bäckerei Viehmeier in Schwalmstadt-Ziegenhain statt. Regierungspräsident Weinmeister hatte vorher bereits nach einer erfolgreichen Belehrung durch den Landkreis Schwalm-Eder ein Gesundheitszeugnis ausgestellt bekommen, welches notwendig ist, um im Lebensmittelbereich arbeiten zu dürfen. Zu Beginn begrüßten Jürgen Viehmeier, Geschäftsführer der Bäckerei Viehmeier, und der Brotsommelier Peter Viehmeier den Regierungspräsidenten. Mark Weinmeister startete dann in der Backstube der Filiale und unterstützte beim Brotbacken. Darauf folgte ein Einblick in den Werkraum der Bäckerei, wo das Sortiment, das unternehmenseigene Brotfreunde-Konzept sowie die Branche an sich vorgestellt wurden. Abschließend ging Mark Weinmeister in den Verkauf und suchte den direkten Kundenkontakt.
Hintergrund:
Das Konzept der „Work Immersion“, also des Eintauchens in eine bestimmte Arbeitstätigkeit, ist eine Form des Probearbeitens. Es stammt ursprünglich aus der Personalgewinnung, um Berufseinsteigerinnen und -einsteigern einen realen Eindruck von einem Arbeitsumfeld zu geben und die praktischen Anforderungen zu vermitteln. International kommt das Konzept auch vermehrt bei der Schulung und dem Training von Führungskräften und selbst bei öffentlichen Amtsträgern zur Anwendung: Anders als bei klassischen Unternehmensbesuchen steht dabei nicht das Zuschauen, sondern die eigene Mitarbeit im Zentrum. Durch „Anpacken“ sollen Teilnehmende einen Eindruck von der Arbeit erhalten und einen produktiven Beitrag leisten. So soll das Verständnis für Zusammenhänge geschärft und ein Perspektivwechsel angeregt werden. Die in Handwerksberufen gemachten Erfahrungen sollen dann auch bei der internen Verwaltungsarbeit gewinnbringend einfließen.