Hochwasserrisikomanagement – RP fragt nach dem Stand der Dinge

Das RP schreibt die Pläne für das Management von Hochwasserrisiken fort. Den Kommunen wird bis zum 30 April 2026 die Möglichkeit eröffnet sich mit einzubringen und mitzugestalten.

Seit der Abfrage aus dem letzten Zyklus stellt sich erneut die Frage, was sich seitdem im Hochwasserschutz getan hat. Die regionalen Pläne für das Management von Hochwasserrisiken werden regelmäßig alle sechs Jahre aktualisiert. So verlangt es die entsprechende EU-Richtlinie und so ist es wieder an der Zeit nachzufragen. Daher sind alle Gemeinden und Städte in der „Hochwasserrisikomanagementkulisse“ im Regierungsbezirk Kassel aufgefordert dem Regierungspräsidium mitzuteilen, welche Hochwasserschutzmaßnahmen an den gefährdeten Abschnitten von Fulda, Eder, Werra, Diemel und Weser und den Zuflüssen seit 2021 umgesetzt oder in Angriff genommen wurden.

Die entsprechenden Unterlagen liegen den betroffenen Kommunen vor. Darüber hinaus können die HWRM-Pläne und in die weiteren Hintergrundinformationen über das Hochwasserportal Hessen (https://www.hochwasser-hessen.de/hochwasserportal-hessen/hwrm-plaene.htmlÖffnet sich in einem neuen Fenster) und dem HWRM-Viewer (https://umweltdaten.hessen.de/mapapps/resources/apps/hwrm/index.html?lang=deÖffnet sich in einem neuen Fenster) eingesehen werden.

Der erstmalige Durchgang der Hochwasserrisikomanagement-Pläne (HWRMP) war unter Federführung des Regierungspräsidiums Kassel und mit intensiver Beteiligung der kommunalen Planungsträger im Jahr 2015 abgeschlossen worden. Nun ist es erneut Zeit, die Hochwasserrisikokulisse sowie die ermittelten Hochwasserbrennpunkte zu überprüfen und nachzuhalten, welche Fortschritte erreicht werden konnten.

Die letzten Untersuchungen des Regierungspräsidiums Kassel ergaben, dass die Risikokulisse des ersten Hochwasserrisikomanagementzyklus weiterhin unverändert Bestand hat. Die Hochwasserbrennpunkte sind demnach weiterhin Abschnitte an Fulda, Eder, Schwalm, Losse sowie der Diemel, Twiste und Weser. Darüber hinaus nicht zuletzt die Werra, Sontra, Wehre und Frieda.

Nun sind erneut die Kommunen an den Hochwasserbrennpunkten der bekannten Risikokulisse gefragt, kommunale Ortskenntnis durch Vorschläge zur Reduzierung des Hochwasserrisikos einzubringen. Mit der Überprüfung und Aktualisierung der HWRM-Pläne wird gleichzeitig der Fortschritt bei der Zielerreichung dokumentiert. Jetzt interessiert die Spezialisten des Regierungspräsidiums, welche Fortschritte die von kommunaler Seite vorgeschlagenen Maßnahmen seit dem letzten Durchgang gemacht haben.

 

Die Kommunen im hessischen Wesereinzugsgebiet haben für die Rückmeldungen Zeit bis zum 30. April 2026 - entweder per E-Mail (Dezernat31-3@rpks.hessen.de) oder schriftlich an das zuständige Dezernat 31.3 „Oberirdische Gewässer, Hochwasserschutz“.

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