Gruppenbild vor dem RP Gebäude

Regierungspräsidium Kassel

Bezirksregierungen Arnsberg und Detmold (NRW) zu Gast beim RP Kassel

Vernetzung der benachbarten Mittelbehörden in Hessen und Nordrhein-Westfalen

Aufgaben vergleichen, die eigene Expertise einbringen und voneinander lernen: Zum inzwischen 4. länderübergreifenden Erfahrungsaustausch haben sich am 29. September die Bezirksregierungen Arnsberg und Detmold (NRW) sowie das Regierungspräsidium Kassel (Hessen) auf Ebene der Behörden- und Abteilungsleitungen getroffen. Gastgeber war in diesem Jahr das RP Kassel.

Von Bevölkerungsschutz und Krisenvorsorge über Entbürokratisierung bis hin zum besonders aktuellen Thema Künstliche Intelligenz in der Verwaltung: Die Bandbreite der Querschnittsthemen zwischen den drei benachbarten Mittelbehörden in Hessen und Nordrhein-Westfalen ist groß. Dies eröffnete vielfältige Anknüpfungspunkte für das inzwischen schon traditionelle Vernetzungstreffen im Dreieck Arnsberg-Detmold-Kassel. „Unsere freundschaftliche, kollegiale und geografische Verbindung haben wir mit unseren regelmäßigen Treffen gefestigt. Zugleich gewinnen wir damit einen Mehrwert in der interregionalen Zusammenarbeit. Der offene Austausch, das gegenseitige Vertrauen und nicht zuletzt auch der persönliche, freundschaftliche Kontakt bringen unsere Häuser nicht nur inhaltlich weiter, sondern tragen auch dazu bei, uns gemeinsam, als Landesmittelbehörden, stark, resilient und zukunftssicher zu machen“, betonte Kassels Regierungspräsident Mark Weinmeister.

Rund 30 Führungskräfte der drei beteiligten Behörden kamen im Rahmen des Austauschs im Walter-Lübcke-Saal des RP Kassel zusammen. Erstmals wurde die Diskussion in Form mehrerer Fachpanels strukturiert, bei denen die Anwesenden in Kleingruppen Erfahrungen und Strategien zu verschiedenen Fachthemen wie Umweltschutz, Arbeitssicherheit und Künstliche Intelligenz zusammentrugen und anschließend im Plenum präsentierten. Anschließend beleuchteten Fachvorträge aus allen drei Häusern Einzelthemen nochmals eingehender. Diese befassten sich mit den Themen Entbürokratisierung (Bez.-Reg. Arnsberg), Bevölkerungsschutz (Bez.-Reg. Detmold) und der behördeninternen Zukunftsstrategie des RP Kassel.

„Im Bevölkerungsschutz dürfen Landesgrenzen im Notfall keine Hürde sein. Die Zusammenarbeit zwischen den Akteuren in Nordrhein-Westfalen und Hessen läuft gut. Dies zeigte jüngst die Großübung ‚Diemelsturm.HX26‘ in ostwestfälischen Warburg. Rund 1.000 Einsatzkräfte haben am Übungsszenario teilgenommen, darunter auch Rettungskräfte aus Nordhessen. Netzwerkarbeit ist über Nordrhein-Westfalen hinaus mit dem benachbarten Hessen immer sinnvoll. Der Bevölkerungsschutz ist dabei ein wichtiges Schwerpunktthema. Denn beispielsweise setzen sich nicht nur die Akteure im Regierungsbezirk Detmold intensiv mit der Thematik der ‚Zivilen Verteilung‘ auseinander, sondern auch die Bezirksregierung Arnsberg und ebenso das Regierungspräsidium Kassel“, so die Detmolder Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling.

„Der mittlerweile fest etablierte Austausch im Dreierformat über die Landesgrenzen hinweg ist für uns als Verantwortungsträger in der Region immer wieder hilfreich. Bei diesen Treffen wird deutlich, dass uns häufig dieselben Aufgaben und Probleme beschäftigen und wir bei der Lösung vieler Fragen voneinander lernen können“, so der Arnsberger Regierungspräsident Heinrich Böckelühr.

Weitere Möglichkeiten zum Kennenlernen und Vernetzen auch über die engeren Themenfelder hinaus bot am Nachmittag ein gemeinsamer Besuch in der GRIMMWELT Kassel. Das Erlebnismuseum präsentiert das faszinierende Leben und Werk der berühmten Märchensammler und Sprachforscher Jacob und Wilhelm Grimm, die nicht nur in Hessen, sondern auch im angrenzenden Westfalen wichtige Arbeits- und Lebensspuren hinterlassen haben. „Die Brüder Grimm stehen damit symbolisch für einen fruchtbaren Austausch unserer Regionen, der historisch weit über unsere Vernetzungstreffen hinausreicht. Ich freue mich darauf, die gute Nachbarschaft auch in Zukunft weiter zu pflegen und die gemeinsame Arbeit zum Wohle der Menschen in unseren drei Regierungsbezirken zu vertiefen“, so Regierungspräsident Weinmeister abschließend.

Der fünfte Erfahrungsaustausch der drei Behörden wird voraussichtlich im Herbst 2027 im Regierungsbezirk Arnsberg stattfinden.

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