Vorübergehende häusliche Pflege

Notwendige häusliche Krankenpflege kommt für die Personen in Betracht, die wegen Krankheit vorübergehend folgender Leistungen bedürfen, wobei die Grundpflege überwiegen muss:

  • Grundpflege; dazu zählen die Bereiche Mobilität und Motorik (z.B. Betten, Lagern, Hilfe beim An- und Auskleiden), Hygiene (z.B. Körperpflege, Benutzung der Toilette) und Nahrungsaufnahme,
  • hauswirtschaftliche Versorgung (z.B. Einkaufen, Kochen, Reinigen der Wohnung, Spülen, Wechseln und Waschen der Wäsche und Kleidung oder das Beheizen),
  • Behandlungspflege (z.B. Verbandwechsel, Injektionen, Katheterisierung, Einreibungen).

Die Notwendigkeit einer krankheitsbedingten Pflege durch eine Berufspflegekraft und die Eignung einer Ersatzpflegekraft zur Pflege muss ärztlich bestätigt sein.
Die ärztliche Bescheinigung muss Angaben über

  • Art,
  • Dauer und
  • die tägliche Stundenzahl

der Leistungen enthalten.

 

Die Aufwendungen für eine Pflege durch Ehegatten, Kinder, Eltern, Großeltern, Enkelkinder, Schwiegertöchter, Schwiegersöhne, Schwägerinnen, Schwäger, Schwiegereltern und Geschwister des Beihilfeberechtigten oder des berücksichtigungsfähigen Angehörigen sind nicht beihilfefähig.

 

Aufwendungen sind insgesamt beihilfefähig bis zur Höhe der durchschnittlichen Kosten einer Krankenpflegekraft. Bis zu dieser Höhe können auch die Kosten für einen Einsatz mehrerer Pflegekräfte berücksichtigt werden.

 

Erfolgt die Krankenpflege nicht für den gesamten Kalendermonat, ist der Höchstsatz entsprechend zu mindern.

 

Bei einer vorübergehenden Pflege einer in einem Alten-/Seniorenwohnheim nicht wegen dauernder Pflegebedürftigkeit wohnenden Person ist der Pflegekostenzuschlag beihilfefähig. Aufwendungen für Unterkunft und Verpflegung sind nicht beihilfefähig.

 

Dies gilt auch hinsichtlich der Pflegekosten bei vorübergehender Pflege nicht dauernd Pflegebedürftiger in besonderen Pflegeeinrichtungen. Der beihilfefähige Höchsterstattungsbetrag gilt auch hier.