Rückhalt von verunreinigtem Löschwasser

Bei Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen darf es auch im Brandfall zu keiner Boden- oder Gewässerverunreinigung durch entstehendes Löschwasser kommen. Deshalb sind Vorkehrungen zu treffen, damit das verunreinigte Löschwasser zurück gehalten und schadlos entsorgt wird.

 

Gesetzliche Grundlagen für den Löschwasserrückhalt finden sich im Bau- und im Wasserrecht. Neben dem Besorgnisgrundsatz in § 62 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) haben die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen und über Fachbetriebe (Anlagenverordnung - VAwS) und die Löschwasser-Rückhalte-Richtlinie (LöRüRL) besondere Bedeutung.

Zur Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben wurde von den Wasserbehörden unter Beteiligung von Bau- und Brandschutzbehörden die Handlungsempfehlung „Vollzug des Gebotes zur Rückhaltung verunreinigter Löschmittel im Brandfall“ erarbeitet und hessenweit abgestimmt.

 

Die Handlungsempfehlung soll die Wasserbehörden bei einer sachgerechten Anwendung der bestehenden Anforderungen unterstützen. Gleichzeitig soll sie einen einheitlichen Verwaltungsvollzug sicher stellen. Der Schwerpunkt der Handlungsempfehlung liegt dabei auf der Beschreibung der behördlichen Verfahrensabläufe und dem Zusammenwirken der Wasserbehörden mit den Bauaufsichtsbehörden und den Brandschutzdienststellen.

 

Die technischen Anforderungen an die Löschwasser-Rückhaltung ergeben sich aus der LöRüRL oder der VAwS. Hinsichtlich der Vorgehensweise bei der behördlichen Überwachung von Löschwasser-Rückhalteeinrichtungen wird auf das Handbuch für die betrieblichen Gewässerschutzinspektionen (BGI) verwiesen.

 

Darüber hinaus dient die Handlungsempfehlung auch den Betroffenen von Gewerbe und Industrie, so weit notwendig, als Entscheidungshilfe im Hinblick auf ein Löschwasser-Rückhaltekonzept.

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