Naturschutzmaßnahmen als Antwort auf den Klimawandel

Anpassungen an den Klimawandel und Klimaschutz sind in allen Lebensbereichen, auch im Naturschutz, notwendig. Die Oberen Naturschutzbehörden in Hessen setzen Maßnahmen zum Schutz klimasensibler Arten und zur Sicherung und Entwicklung von Auen und Mooren um.

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Waldmoor
Moor-Revitalisierung: Entnahme von Fichten auf einem Waldmoor-Standort im Reinhardswald.

Integrierter Klimaschutzplan Hessen 2025

In dem integrierten Klimaschutzplan Hessen 2025 (IKSP) hat das Land Hessen 140 Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel festgelegt und Mittel für deren Umsetzung zur Verfügung gestellt. Im Regierungsbezirk Kassel werden daraus Projekte in den folgenden Bereichen gemeinsam mit Kommunen, Forstämtern, Wasserverbänden und anderen Akteuren entwickelt und umgesetzt:

Erhaltung und Weiterentwicklung von Biotopverbundsystemen und Vermeidung weiterer Landschaftszerschneidungen

Tier- und Pflanzenarten verlieren zunehmend geeignete Lebensräume durch abnehmende Strukturvielfalt in der Landschaft, z.B. durch fehlende Hecken- und Gehölzstrukturen, durch begradigte und verbaute Fließgewässer und Einträge aus der Landwirtschaft. Der fortschreitende Klimawandel verstärkt diesen Prozess für viele spezialisierte Arten. Beispielsweise führen langanhaltende Trockenperioden zu der Austrocknung von Laichgewässern verschiedener Amphibien. Ohne Biotopverbundsysteme, die ein Ausweichen und Wandern ermöglichen, sind viele Arten in Gefahr. Für das Land Hessen hat das Hessische Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie eine Liste mit potentiellen Klimaverlierern (Arten und Lebensräumtypen) erarbeitet. Durch geeignete Maßnahmen werden Biotopverbundsysteme für diese Arten entwickelt und damit wichtige Lebensräume erhalten und geschaffen.

Ökologischer Hochwasserschutz und Auenrenaturierung

Eine weitere wahrscheinliche Folge des Klimawandels ist die Verschiebung des Niederschlags vom Sommer in die Wintermonate und eine gleichzeitige Zunahme von Starkregenereignissen. Um vermehrt auftretende Hochwassersituationen zu verhindern, werden im ökologischen Hochwasserschutz natürliche Wasserrückhalteflächen in den Gewässerauen geschaffen. Durch die Wiederanbindung und Schaffung von Nebengerinnen und Ausweitungen wird das natürliche Gleichgewicht zwischen Gewässer und Aue angestrebt, wertvolle Lebensräume sollen entstehen.

Kontakt

Allgemeine Fragen

Dr. Christian Henschke
Tel.: 0561/106-4660
E-Mail: christian.henschke@rpks.hessen.de

Julia Brossok
Tel.: 0561/106-2177
E-Mail: julia.brossok@rpks.hessen.de

Verwaltungsfachliche Fragen

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