Mithilfe von Kompensationsmaßnahmen werden durch Eingriffe entstandene Schäden ausgeglichen oder ersetzt.

So kann beispielsweise ein in Anspruch genommenes extensiv genutztes Grünland durch eine entsprechende Kompensationsmaßnahme an einer anderen Stelle ausgeglichen werden, wenn ein intensiv genutzter Acker in ein extensiv genutztes Grünland umgewandelt wird. Der Eingriff und die Kompensationsmaßnahme(n) sind im gleichen Naturraum durchzuführen. Dieser Bezug zum Naturraum ist in § 15 Abs. 2 BNatSchG sowie § 7 Abs. 2 HAGBNatSchG geregelt.

Wertvolle Biotope können neu angelegt oder gezielt entwickelt werden. Durch landschaftsgerechte Gestaltung wie z. B. Eingrünungen auf Erdwällen anstelle von Betonlärmschutzwänden lassen sich die Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes vermeiden oder ausgleichen.
Der Eingriffsverursacher ist verpflichtet, Art und Umfang des Eingriffs sowie die dazugehörigen Kompensationsmaßnahmen vorzulegen.
Für den unvermeidbaren Naturverbrauch wird zunächst versucht, Gleiches in räumlicher Nähe des Eingriffs wiederherzustellen. In diesem Fall spricht man von Ausgleichsmaßnahmen. Wenn das nicht möglich ist, wird die Natur durch Ersatzmaßnahmen an anderer Stelle aufgewertet.
Wichtig ist dabei auch, landwirtschaftlich wertvolle Flächen zu schonen und Bodennutzer sowie auch Kommunen im Vorfeld der Planung frühzeitig einzubeziehen.

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