Düngemittelverordnung

Düngemittel, Wirtschaftsdünger, Bodenhilfsstoffe, Kultursubstrate und Pflanzenhilfsmittel (im Folgenden als „Düngemittel“ abgekürzt) unterliegen in Deutschland keinem Einzelzulassungsverfahren. Die Rechtmäßigkeit des Inverkehrbringens bemisst sich vielmehr daran, ob diese Stoffe  hinsichtlich ihrer Beschaffenheit, Qualität und Kennzeichnung den Vorgaben der Düngemittelverordnung entsprechen. Jeder Inverkehrbringer hat diese Aspekte vor Vertriebsbeginn eigenverantwortlich zu klären und dafür zu sorgen, dass die Vorgaben nachhaltig und verbindlich eingehalten werden.

Das Inverkehrbringen von Düngemitteln kann in Deutschland auf Basis unterschiedlicher Düngemittelverordnungen erfolgen. Der Inverkehrbringer hat die Wahl sich entweder an den Vorgaben

  • der deutschen Düngemittelverordnung
  • der EU-Düngemittelverordnung oder
  • den Zulassungsbestimmungen anderer EU-Mitgliedsstaaten

zu orientieren.

Die Überwachung des Düngemittelverkehrs erfolgt über die amtlichen Düngemittelverkehrskontrollstellen der Bundesländer (in Hessen: Regierungspräsidium Kassel) in Form von Stichproben bei potentiell allen Betrieben, aus denen diese Stoffgruppen an Dritte abgegeben werden (Hersteller, Händler, Importeure, Betreiber von Klär-, Kompost- und Biogasanlagen, Landwirte, die Wirtschaftsdünger abgeben).

Hinweise zur Kennzeichnung von Düngemitteln:

Jede Düngemittelpartie, die angeboten oder abgegeben wird, muss gekennzeichnet sein. Dies kann in Form von Begleitscheinen, die an der Partie ausgehängt und bei der Abgabe dem Abnehmer überreicht werden geschehen oder in Form fester Sack- oder Behälteraufdrucken. Die Kennzeichnungen sollen dem Kunden Informationen zur Beschaffenheit liefern, mit Hilfe derer das Düngemittel den jeweiligen Kundenvorstellungen gemäß auswählt und sach- und umweltgerecht angewendet werden kann.

Wesentliche Bestandteile ordnungsgemäßer Düngemittelkennzeichnungen sind:

  • Angabe des Düngemitteltyps (oder ggf. der Zweckbestimmung)
  • Angabe der Inhaltsstoffe
  • Angabe des verantwortlichen Inverkehrbringers
  • Lager- und Anwendungshinweise