Verbringungsverordnung

Seit dem 01.09.2010 ist die bundesweit geltende Verordnung über das Inverkehrbringen und Befördern von Wirtschaftsdüngern (Verbringungsverordnung - WDüngV, BGBl. Nr. 40/2010, S. 1062) in Kraft.

 

Sie dient der Erfassung

  • der Abgabe von Wirtschaftsdünger (z.B. Gülle, Jauche, Festmist, Gärreste aus Biogasanlagen zur Vergärung ausschließlich von Gülle und nachwachsenden Rohstoffen - keine Kofermente!) durch flächenlose Betriebe, um deren sachgerechte Verwertung im aufnehmenden Betrieb nachvollziehen zu können,
  • der von Betrieben abgegebenen und aufgenommenen Wirtschaftsdünger und
  • des Verbleibs nach Hessen eingeführter Wirtschaftsdünger (z.B. Geflügeltrockenkot, Gärreste aus Wirtschaftsdünger)

Hierzu bestehen

  • Aufzeichnungspflichten für abgebende und aufnehmende Betriebe bzw. sowie Beförderer (z.B. Lohnunternehmen),
  • Meldepflichten für Empfänger, welche Wirtschaftsdünger aus einem anderen Bundesland oder einem anderen Staat übernehmen sowie
  • Mitteilungspflichten für Betriebe, die Wirtschaftsdünger abgeben sowie für Betriebe, die ausländischen Wirtschaftsdünger nach Deutschland einführen.

 

Ausnahmen:

 

Die Aufzeichnungs-, Melde- und Mitteilungspflichten gelten nicht für

  • den Umgang mit den Wirtschaftsdüngern innerhalb eines Betriebes oder zwischen zwei Betrieben desselben Verfügungsberechtigten (Betriebsleiters) innerhalb eines Umkreises von 50 km,
  • Betriebe, die nach Düngeverordnung nicht zur Erstellung eines Nährstoffvergleichs verpflichtet sind und bei denen der gesamtbetriebliche Stickstoffanteil aus eigener Tierhaltung und aufgenommener Menge 500 kg pro Jahr nicht überschreitet,
  • Betriebe, welche pro Jahr nicht mehr als 200 Tonnen Frischmasse abgeben, befördern oder übernehmen oder
  • die Abgabe in Verpackungen < 50 kg an nicht gewerbsmäßige Endverbraucher.