Erschütterungsschutz

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Erschütterung

Erschütterungsschutz

 

Erschütterungen im Sinne des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) sind von menschlichen Tätigkeiten verursachte Boden- und Gebäudeschwingungen.
Erschütterungen können nach BImSchG schädliche Umwelteinwirkungen sein, wenn sie nach Art, Ausmaß oder Dauer geeignet sind, Gefahren, erhebliche Nachteile oder erhebliche Belästigungen für die Allgemeinheit oder die Nachbarschaft herbeizuführen.
Ein Schutzanspruch besteht somit, wenn Erschütterungen Gefahren verursachen können oder eine Erheblichkeit bezogen auf Nachteile oder Belästigungen gegeben ist.
Da Belästigungen vom subjektiven persönlichen Empfinden abhängig ist und bei manchen Tätigkeiten Erschütterungen nicht zu vermeiden sind (z. B. Sprengarbeiten), wird für die Beurteilung, ob Erschütterungen als schädliche Umwelteinwirkungen einzustufen sind, als objektive Grundlage die DIN 4150 -Erschütterungen im Bauwesen- herangezogen.
Dort werden Beurteilungskriterien aus den messbaren physikalischen Größen Schwinggeschwindigkeit (gemessen in mm/s) und Frequenz (gemessen in Hertz (1/s)) abgeleitet.

 

Beim Thema Erschütterungen wird grundsätzlich unterschieden zwischen der Wirkung der Erschütterungen auf Gebäude (DIN 4150 Teil 3) und auf Menschen (DIN 4150 Teil 2).

 

Beide Teile der DIN 4150 nennen Immissionswerte, sogenannte Anhaltswerte.
Teil 3 der Norm gibt Anhaltswerte an, bei deren Überschreitung Schäden im Sinne einer Verminderung des Gebrauchswertes von Bauwerken eintreten können und somit erhebliche Nachteile oder sogar Gefahren entstehen können.

 

In Teil 2 der Norm sind Anhaltswerte genannt, bei deren Überschreitung Belästigungen als erheblich einzustufen sind.

 

Kontakt:
Das Regierungspräsidium Kassel- Abteilung Umwelt - ist zuständig, wenn Erschütterungen von gewerblichen- oder industriellen Quellen, ausgenommen Baustellen, verursacht werden. Beispielsweise durch Sprengarbeiten bei Steinbrüchen, Gattersägen in Sägewerken, Pressen oder Stanzen in der Metallverarbeitung.

 

Der Kreisausschuss bzw. der Magistrat ist bei Erschütterungen durch Bauarbeiten (z. B. Ramm- oder Bodenverdichtungsarbeiten) ihr zuständiger Ansprechpartner.

Kontakt

Stadt Kassel, LK Kassel, LK Waldeck-Frankenberg, Schwalm-Eder-Kreis
Astrid Tanneberg
Tel.: 0561 106 3860
E-Mail: astrid.tanneberg@rpks.hessen.de

Dr. Reinhold Tölle
Tel.: 0561 106 3811
E-Mail: reinhold.toelle@rpks.hessen.de

 

Stadt Fulda, LK Fulda, Werra-Meißner-Kreis, LK Hersfeld-Rotenburg
Edda Heuer
Tel.: 06621 406 840
E-Mail: edda.heuer@rpks.hessen.de

Christian Rippl
Tel.: 06621 406 865
E-Mail: christian.rippl@rpks.hessen.de