Nichtionisierende Strahlung

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Nichtionisierende Strahlung

Lifestyle, Schönheit und attraktives Aussehen sind in der Gesellschaft in den letzten Jahren immer mehr in den Fokus gelangt. Aber es sind auch mögliche Gefahren zu beachten.
So hat sich zum Beispiel die Zahl der Hautkrebsneuerkrankungen in den letzten zehn bis 15 Jahren ungefähr verdoppelt. Die Anwendungen mit apparativen Kosmetik und den daraus ergangenen ungewünschten Nebenwirkungen auf die Haut hat ebenfalls deutlich zu genommen.

Der Gesetzgeber hat daher das Gesetz zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen (NiSG) sowie die UV-Schutzverordnung (UVSV) und die Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen (NiSV) erlassen.

Die kosmetische Anwendung künstlicher ultravioletter Strahlung, wie sie bei Solarien (UV-Bestrahlungsgeräten) auftritt, werden dabei durch die UVSV geregelt.

Ab 31.12.2020 werden die Anwendungen nichtionisierender Strahlung zu kosmetischen oder sonstigen nicht medizinischen Zwecken, z.B.  Haarentfernung mittels Licht, Laser oder Hochfrequenz oder EMF unterstützte Trainingsmethoden, durch die NiSV geregelt.

Beide Verordnungen beinhalten Regelungen zum Betrieb der unter den jeweiligen Regelungsbereich fallenden Geräte.

Bei der UVSV: Es werden Anforderungen bei dem Betrieb von UV-Bestrahlungsgeräten, an das Fachpersonal, dessen Qualifikationen und die Beschäftigung zu den Betriebszeiten sowie Informations- und Dokumentationspflichten der Betreiber gestellt. Die Einhaltungen müssen gegenüber der zuständigen Behörde nachgewiesen werden.

Bei der NiSV: Es werden Anforderungen an die Geräte, deren Betrieb, an das anwendende Personal, welches eine Fachkunde ab dem 31.12.2021 nachweisen muss, sowie Informations- und Dokumentationspflichten der Betreiber gestellt. Der Betreiber hat darüber hinaus seine Geräte, die unter die NiSV fallen, ab dem 31.12.2020 der zuständigen Behörde vierzehn Tage vor Inbetriebnahme* anzuzeigen.

Um dieser Anzeigepflicht nachkommen zu können, steht ein Online-Anzeigeverfahren zur Verfügung. Für das Online-Verfahren können beispielsweise die Webbrowser Firefox oder Google Chrome verwendet werden. Der Webbrowser Internetexplorer ist dafür nicht geeignet.
Alternativ zum Online-Anzeigeverfahren kann auch das am Ende der Seite unter Downloads zu findende PDF-Formular verwendet werden.

Auf Verlangen kann die zuständige Behörde Nachweise anfordern, ob die Anforderungen an den Betrieb des Gerätes, die Anforderungen an die Dokumentation der Anwendungen und der Aufklärungsgespräche erfüllt sind.

*Für Geräte, die bereits am 31.12.2020 in Betrieb sind, besteht eine Anzeigepflicht bis zum 31.03.2021

Downloads: 

Anzeige für den Betrieb von Anlagen zur Anwendung nichtionisierender Strahlung beim Menschen zu kosmetischen oder sonstigen nichtmedizinischen Zwecken

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