Zukunft und Innovation

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Zukunft und Innovation in den Feuerwehren

„Fantasie haben heißt nicht, sich etwas auszudenken; es heißt, sich aus den Dingen etwas zu machen.“ – Thomas Mann

Die Welt verändert sich stetig und die Feuerwehr mit ihr - das sollte sie zumindest. Vor allem in Zeiten, in denen Flexibilität und digitales Handeln wichtiger denn je zu sein scheinen.
Doch wie passen Flexibilität, Digitalisierung und Freiwillige Feuerwehr zusammen? Wie wird eine so wichtige Aufgabe, die der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger dient und auf ehrenamtlicher Ausführung basiert, vermittelt? Und das so, dass Handlungsabläufe jederzeit, 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr, mit ordentlich Manpower (und Womanpower) abrufbar sind?
Fest steht, dass es keine allgemeingültige Antwort auf diese und ähnliche weitere Fragen gibt.

Fest steht aber auch, dass das Regierungspräsidium Kassel in der Funktion als Beraterin in Sachen Brandschutz keineswegs nach dem Prinzip „Fire Fighting“ darauf reagieren möchte.

Zukunft und Innovation in den Feuerwehren

Mit einem Bein bereits in der Zukunft, mit dem anderen noch in der Gegenwart: So ungefähr könnte die neue Funktion der Zukunfts- und Innovationsbeauftragten beschrieben werden. Die Prüfung neuer Einsatzmittel und Taktiken, die Vereinheitlichung von Konzepten zur Aus- und Fortbildung und auch die voranschreitende Digitalisierung sind Themenbereiche, mit denen sie sich zukünftig eindringlich beschäftigen wird.

Neben materiellen Dingen gilt es in erster Linie aber auch den Faktor Mensch nicht aus den Augen zu verlieren. Denn die neuste und beste technische Ausstattung hat nur einen geringen Nutzen, wenn wir nicht auf ehrenamtlich engagierte Personen zurückgreifen können, die die zur Verfügung gestellten Mittel bedienen, anwenden und damit lernen.

Wie sind also Familie, Beruf und Ehrenamt zukünftig zu vereinen? Wie können wir Diversität fördern, Nachwuchs und Mitglieder gewinnen und halten? Darauf will die Zukunfts- und Innovationsbeauftragte die passenden Antworten finden.

Die Lösung

Offenheit, Vielseitigkeit und Tatendrang.

Die Einrichtung eines Zukunfts- und Innovationswesens für die Feuerwehren NordOstHessens ist sicherlich nicht allein des Rätsels Lösung, wenn wir uns der Komplexität des Ehrenamts Feuerwehr einmal bewusst werden. Nichtsdestotrotz ist es ein Anfang und ein Schritt in eine zukunftsweisende Richtung, mit Fokus auf die Wertschätzung des unverzichtbaren Engagements* von aktuell ca. 24.000 ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und –männern in NordOstHessen.

„Eine Idee muss Wirklichkeit werden können, oder sie ist nur eine eitle Seifenblase.“ – Berthold Auerbach

Das Zukunfts- und Innovationswesen für die Freiwilligen Feuerwehren liegt dem Regierungspräsidium Kassel am Herzen. Um dieser Herzensangelegenheit gerecht zu werden, ist es von großer Bedeutung, zukunftsorientierte Ideen an der Basis, also in den Feuerwehren, entstehen zu lassen und der Basis auch das entsprechendes Gehör zu schenken.
Deshalb bietet das Dezernat Brand- und Katastrophenschutz des Regierungspräsidiums Kassel den Feuerwehren NordOstHessens die Möglichkeit, sich aktiv an der Zukunftsgestaltung der Feuerwehren zu beteiligen. Unter feuerwehrzukunft@rpks.hessen.de werden daher gerne Anregungen und Wünsche entgegen genommen.

* Schon gewusst?
In Hessen gibt es lediglich sechs Berufsfeuerwehren mit rund 1.900 Feuerwehrbeamtinnen und –beamten sowie 55 anerkannte Werkfeuerwehren mit ca. 3.100 Werkfeuerwehrangehörigen. Die Freiwilligen Feuerwehren hingegen treten mit einer Stärke von rund 72.000 ehrenamtlich engagierten Frauen und Männern in mehr als 2.400 Feuerwehren auf, davon rund 24.000 Kameradinnen und Kameraden in mehr als 900 nordosthessischen Wehren.