Mutterschutz

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Mutterschutz

Mutterschutz und Elternzeit gehören zu den etablierten familien- und gesundheitspolitischen Errungenschaften und tragen wesentlich zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei.

Durch das Mutterschutzgesetz sollen schwangere und stillende Frauen vor Gefahren, Überforderung und Gesundheitsschädigungen am Arbeitsplatz geschützt werden. Zu diesem Zweck muß der Arbeitgeber und die Arbeitgeberin unter anderem die Gefährdungen der werdenden Mutter durch ihre Tätigkeit beurteilen und entsprechende Schutzmaßnahmen festlegen. Diese können von der Befreiung von einzelnen Tätigkeiten bis hin zu einem vollständigen Beschäftigungsverbot reichen.

Dies betrifft nicht nur schwangere und stillende Frauen, die in einem Beschäftigungsverhältnis stehen, sondern auch Auszubildende und Praktikantinnen, sowie Schülerinnen und Studentinnen.

Das Hessische Ministerium für Soziales und Integration hat wichtige branchenspezifische Schutzbestimmungen in Merkblättern zusammengefasst.

Die Bestimmungen dienen darüber hinaus dem Schutz vor finanziellen Einbußen und vor dem Verlust des Arbeitsplatzes im Zusammenhang mit der Schwangerschaft.

Nach dem Gesetz zum Elterngeld und zur Elternzeit haben Mütter und Väter, die in einem Arbeitsverhältnis stehen, ein Recht auf drei Jahre Elternzeit. Während der Elternzeit gilt ebenfalls der besondere Kündigungsschutz. Eltern dürfen nicht benachteiligt werden.

Die Arbeitsschutzexperten der Regierungspräsidien Darmstadt, Gießen und Kassel stehen daher den Müttern, Arbeitgebern, Betriebsräten usw. gerne als Ansprechpartner zur Verfügung.

Mitteilung über die Beschäftigung einer schwangeren oder stillenden Frau an die zuständige Aufsichtsbehörde in Hessen
Jeder Arbeitgeber und jede Arbeitgeberin ist verpflichtet, die Beschäftigung einer schwangeren oder stillenden Frau der für den Beschäftigungsort zuständigen Aufsichtsbehörde unverzüglich nach Bekanntgabe durch die Frau zu benachrichtigen. So erfährt die zuständige Aufsichtsbehörde, in welchen Betrieben die betroffenen Frauen beschäftigt werden.
Damit der Anzeigeverpflichtung nachgekommen werden kann, steht ein Online-Anzeigeverfahren zur Verfügung, das unter dem Link zu erreichen ist. Das Anzeigeverfahren kann ohne Registrierung genutzt werden. Gleichzeitig können mit der Anzeige auch Information über die Beschäftigung einer schwangeren oder stillenden Frau an Sonn- und Feiertagen sowie der Teilnahme an notwendigen Ausbildungsveranstaltungen bis 22 Uhr mitgeteilt werden.
Für Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen, die regelmäßig schwangere oder stillenden Frauen melden, besteht die Möglichkeit einer vorherigen Registrierung. Die Registrierung erspart die wiederholte Eingabe von Grunddaten.

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