Asbestsanierung

Asbest war, insbesondere in der Zeit von 1960 bis 1980, bei nahezu allen Neubauten, aber auch bei Renovierungsarbeiten, wegen seiner thermischen Beständigkeit und seines Isoliervermögens ein beliebter Baustoff. Der Einsatz von Asbest war jedoch nicht unproblematisch, da im Laufe der Zeit durch Alterung, Versprödung und mechanische Einflüsse eine Faserfreisetzung erfolgte.

Grundsätzlich ist zu unterscheiden nach asbesthaltigen Produkten mit fester Faserbindung und solchen mit schwacher Faserbindung. Produkte mit fester Faserbindung sind insbesondere Asbestzementprodukte, die z.B. als ebene und profilierte Platten oder als Rohre in großem Umfang im Baubereich Verwendung fanden. Zu den Produkten mit schwacher Faserbindung zählen vor allem Spritzasbeste, aber auch Leichtbauplatten, Asbestpappen und Dichtungsschnüre, die für die Bereiche Brandschutz, Schallschutz, sowie Wärme- und Feuchtigkeitsschutz eingesetzt wurden.

Die Herstellung von Asbest oder asbesthaltigen Produkten sowie der Umgang damit sind seit vielen Jahren verboten verboten. Erlaubt sind lediglich Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten (sogenannte ASI-Arbeiten). Das Reinigen von Asbestzementplatten und das Überbauen von asbesthaltigen Dächern sind beispielsweise keine ASI-Arbeiten und somit nicht zulässig.

Die Gefahrstoffverordnung sowie Technische Regeln für Gefahrstoffe (insbesondere die TRGS 519) beschreiben die erforderlichen Schutzmaßnahmen sowie die Zulassung von Unternehmen für Abbruch- und Sanierungsarbeiten. Darüber hinaus regeln sie die Mitteilungspflichten an die zuständige Behörde. In Hessen sind dies die Regierungspräsidien.

Damit Sie ihrer Anzeigeverpflichtung nachkommen können, steht Ihnen ein Online-Anzeigeverfahren zur Verfügung. Das Anzeigeverfahren kann ohne Registrierung genutzt werden.
Für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die regelmäßig Baustellenvorankündigungen tätigen, besteht die Möglichkeit einer vorherigen Online-Registrierung. Die Registrierung erspart Ihnen die wiederholte Eingabe von Grunddaten. Falls Sie das Online Verfahren nicht nutzen wollen stehen Ihnen unter Downloads Formulare zur Mitteilung von Tätigkeiten mit asbesthaltigen Gefahrstoffen sowie Informationen zu Asbestprodukten zur Verfügung.

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