Regierungspräsident Klüber informiert sich über Tourismus und Kurbetrieb in Bad Sooden-Allendorf

Der Regierungsbezirk Kassel umfasst die Regionen Nord- und Osthessen (NOH). In seinen sechs Landkreisen sowie den Oberzentren Kassel und Fulda ist er Heimat für rund 1,2 Millionen Menschen. Die Regionen sind wirtschaftlich stark und besonders vielfältig. Das Regierungspräsidium versteht sich als Mittler und Dienstleister für die Region. Um sich über wichtige Themen, Anliegen und Projekte in der Region zu informieren, besucht Regierungspräsident Klüber regelmäßig Menschen und Unternehmen an vielen Orten in ganz NOH. Heute besuchte er das Heilbad Bad Sooden-Allendorf.

In der WerratalTherme tauschte sich Regierungspräsident Klüber mit Bürgermeister Frank Hix zum Tourismus und Kurbetrieb in der Stadt im Werra-Meißner-Kreis aus. An dem Gespräch nahmen auch Patrick Gerlach (Betriebsleiter WerratalTherme) und Kurdirektor Jens Lüdecke teil.

Aktueller Hintergrund ist die anstehende Re-Prädikatisierung Bad Sooden-Allendorfs als „Heilbad“. Wie alle Kur-, Heil- und Tourismusorte in Hessen, die ein offizielles Prädikat tragen, muss auch Bad Sooden-Allendorf den Heilbad-Status in regelmäßigen Abständen erneut beantragen – und zwar beim Regierungspräsidium Kassel. Dort ist der Fachausschuss für Kur-, Erholungs- und Tourismusorte mit hessenweiter Zuständigkeit angesiedelt.

Beim Rundgang durch die WerratalTherme erhielt der Regierungspräsident von seinen Gesprächspartnern umfangreiche Informationen dazu, was die Stadt unternimmt, um dem Heilbadstatus fortwährend gerecht zu werden. Das umfasse Investitionen in eine zeitgemäße Kurinfrastruktur, zielgerichtete Marketingmaßnahmen sowie eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Stadt und örtlicher Tourismuswirtschaft.

Regierungspräsident Klüber zollte den städtischen Verantwortlichen seine Anerkennung: „Tourismus und Erholung sind ein Pfund, mit dem NordOstHessen wirklich wuchern kann. Wir sind Grimmheimat, grüne Mitte Deutschlands, Burgen- und Fachwerkregion – und auch in Sachen Kur und Wellness eine gefragte Adresse. Ich nehme in Ihrer Stadt den großen Willen und eine große Einigkeit wahr, den Tourismusstandort Bad Sooden-Allendorf zu pflegen und weiter voranzubringen. Die Re-Prädikatisierung als Heilbad ist dabei ein wichtiger Baustein. Für das anstehende Verfahren wünsche ich Ihnen viel Erfolg.“

Bürgermeister Hix ergänzte: „Wir haben großes Glück, dass die WerratalTherme so gut angenommen wird. Wir haben viele Besucherinnen und Besucher, die aus Kassel kommen oder die gar den Weg aus Thüringen oder Niedersachsen zu uns finden.“

Herr Gerlach (Betriebsleiter) unterstrich die Meinung von Frank Hix und erläuterte: „Dass die Stadt vor ca. 15 Jahren rechtzeitig in das Thermalbad im großen Stil investiert hat und von da an auch regelmäßig Investitionen vorgenommen hat, kommt uns nun entgegen. Viele andere Thermalbäder stehen vor Rieseninvestitionen oder gar vor dem Aus, weil der Investitionsstau zu groß geworden ist.“

Auch Herr Lüdecke als neu bestellter Kurdirektor ist sich darüber im Klaren, welche zentrale Rolle die Therme für die Kurstadt im nördlichen Werra-Meißner-Kreis spielt: „Wir müssen nun in die Zukunft schauen und neue Meilensteine definieren. Hierzu wollen wir ein Konzept für die Kurstadt erarbeiten, das sowohl die Therme und das Gradierwerk als Herzstück der Kurstadt berücksichtigt, das aber auch einen Blick auf den Tourismus, die Natur und die Innenstadtentwicklung wirft. Wir sind zuversichtlich, dass wir Bad Sooden-Allendorf weiter voranbringen können.“

Hintergrund:

Seit dem Jahr 2001 liegt die Aufgabe der Prädikatisierung von Kur-, Erholungs- und Tourismusorten hessenweit beim Regierungspräsidium Kassel. Zur fachlichen Beratung ist dort der Hessische Fachausschuss für Kur-, Erholungs- und Tourismusorte gebildet worden. Ihm werden sämtliche Prädikatisierungsanträge, Unterlagen für Überprüfungsverfahren sowie Grundsatzfragen der Prädikatisierung zur Beratung vorgelegt.

Nach Erörterung beschließt der Fachausschuss über die vorliegenden Anträge und leitet die entsprechenden Empfehlungen dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen zu, das abschließend über die Anträge entscheidet.

Die formelle Verleihung des Prädikats erfolgt dann durch einen Anerkennungsbescheid des Regierungspräsidiums Kassel sowie eine Urkunde des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen.

Spätestens nach zehn Jahren ist das Prädikat wieder zu überprüfen. Sind die Voraussetzungen nicht mehr gegeben, so ist die Anerkennung des Prädikats zu widerrufen. Einen Rechtsanspruch auf Verleihung bzw. Beibehaltung eines Prädikats besteht nicht. In Hessen gibt es derzeit 150 prädikatisierte Orte/Ortsteile (Stand 15. Februar 2021).

Pressekontakt
Katrin Walmanns
Telefon: 0561 106 1011
E-Mail: katrin.walmanns@rpks.hessen.de

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