Regierungspräsident Klüber überreicht Bescheid: K+S-Werkfeuerwehr Neuhof für fünf weitere Jahre anerkannt

Turnusgemäß wurde die Werkfeuerwehr der K+S GmbH, Werk Neuhof (Landkreis Fulda), im Frühjahr durch das Regierungspräsidium (RP) Kassel überprüft. Dabei konnte der Werkfeuerwehr die volle Leistungsfähigkeit bescheinigt werden. Regierungspräsident Hermann-Josef Klüber überreichte am 7. Oktober in Neuhof den Bescheid, mit der die K+S-Werkfeuerwehr für weitere fünf Jahre anerkannt wird.

In NordOstHessen existieren momentan zwölf Werkfeuerwehren, für die das RP Kassel die regionale Aufsichtsbehörde gemäß dem Hessischen Brand- und Katastrophenschutzgesetz (HBKG) ist. Werkfeuerwehren müssen besondere Anforderungen erfüllen, z.B. hinsichtlich der personellen Stärke, der technischen Ausstattung, Organisation und Unterbringung. Diese Anforderungen schreibt das RP in einem Bescheid fest. Die Leistungsfähigkeit einer Werkfeuerwehr wird spätestens alle fünf Jahre überprüft.

Bei der jüngsten Überprüfung im K+S-Werk Neuhof haben die Verantwortlichen des RP Kassel im Ergebnis festgestellt, dass die Werkfeuerwehr entsprechend dem vorhandenen Gefahrenpotenzial aufgestellt, ausgebildet und ausgerüstet ist. Aufgrund dessen kann die Werkfeuerwehr weiterhin anerkannt werden. Regierungspräsident Hermann-Josef Klüber übergab hierzu heute in Neuhof den Anerkennungsbescheid an Werksleiter Roland Keidel sowie den Leiter der Werkfeuerwehr Hans-Peter Grosser.

„Die Angehörigen Ihrer Werkfeuerwehr verfügen über einen hohen Ausbildungsstand. Im Bescheid wird die auffallend hohe Teilnehmendenquote an Aus- und Fortbildungsveranstaltungen gewürdigt. Es ist offenkundig, dass hier die Betriebssicherheit und die Sicherheit der Mitarbeitenden an vorderster Stelle stehen. So soll es auch sein“, betonte der Regierungspräsident. „Die erarbeiteten Ausbildungspläne sind vielfältig und zweckentsprechend. Der Zustand des Feuerwehrhauses und der Ausrüstung sind sehr gut. Die Sauberkeit und Ordnung werden im Bescheid besonders hervorgehoben. Ich beglückwünsche die Werkfeuerwehr von K+S zu diesem hervorragenden Prüfungsergebnis.“

Werksleiter Roland Keidel bedankte sich beim Regierungspräsidenten: „Wir sind sehr stolz darauf, dass wir die Prüfung so erfolgreich abschließen konnten. Das bescheinigt uns, was viel Fleiß, Disziplin und Einsatzbereitschaft unseres guten Feuerwehrteams für unser Werk Wert sind.“ Der Werkfeuerwehr gehören 50 Einsatzkräfte an, darunter 38 Atemschutzgeräteträger, erläuterte Hans-Peter Grosser, Leiter der Werkfeuerwehr: „Sie gilt es, auf einen hohen Ausbildungsstand zu bringen und dort zu halten. Neue Technik bringt immer neue Anforderungen mit sich. Es ist deshalb eine große Herausforderung, das hohe Niveau stets aufrechtzuerhalten.“

Hintergrund
Werkfeuerwehren können in Hessen entweder anerkannt oder angeordnet werden: Anerkannte Werkfeuerwehren sind vom Betrieb freiwillig aufgestellte Feuerwehren; angeordnete Werkfeuerwehren werden vom zuständigen Regierungspräsidium zwingend gefordert, wenn das Werksgelände besondere Gefahren birgt oder über eine entsprechende Größe verfügt.

Werkfeuerwehren nehmen die Aufgaben der öffentlichen Feuerwehr (Freiwillige Feuerwehr oder Berufsfeuerwehr) wahr und sind eigenständig für das gesamte Werksgelände zuständig. Sofern eine Werkfeuerwehr vorgehalten wird, sind Erleichterungen im vorbeugenden Brandschutz (Baugenehmigungsverfahren) möglich. Außerdem wirkt sich die Vorhaltung auf die Versicherungsprämien aus.

Das Regierungspräsidium Kassel (Dezernat Brand- und Katastrophenschutz) ist in NordOstHessen direkte Aufsichtsbehörde für die Werkfeuerwehren und steht mit diesen fortlaufend in Kontakt. Das RP achtet insbesondere auch darauf, dass die Werkfeuerwehren mit den örtlichen öffentlichen Feuerwehren kooperieren, da im Falle eines größeren Schadensszenarios die funktionierende Zusammenarbeit sichergestellt sein muss. So kommt etwa die Drehleiter der Werksfeuerwehr von K+S in Neuhof im Bedarfsfall auch bei Einsätzen der umliegenden Freiwilligen Feuerwehren zum Einsatz.

Pressekontakt
Katrin Walmanns
Telefon: 0561 106 1011
E-Mail: katrin.walmanns@rpks.hessen.de

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34117 Kassel

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