Bildung und digitale Transformation: RP-Beschäftigte bilden sich auch in Corona-Zeiten fort

In Zeiten des Fachkräftemangels erweist sich der hohe Stellenwert von Fort- und Weiterbildungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Auch das Regierungspräsidium (RP) Kassel setzt deshalb schon seit Langem auf das „lebenslange Lernen“ seiner Beschäftigten. Anlässlich des „Tags der Bildung“ am 8. Dezember ziehen Regierungsvizepräsident Dr. Alexander Wachter und Julia Göpel, Personalleiterin für Personalentwicklung, Aus- und Fortbildung, eine positive Bilanz der Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen im Jahr 2021.

„Mit Stand Ende November haben Beschäftigte des Regierungspräsidiums Kassel im Jahr 2021 mehr als 550 Fortbildungen wahrgenommen. Das ist angesichts der Erschwernisse durch die Corona-Pandemie eine erfreulich hohe Zahl“, so Regierungsvizepräsident Dr. Alexander Wachter, dem als Leiter der Zentralabteilung des RP Kassel auch der Bereich Personalwesen, Aus- und Fortbildung obliegt. „Wir sehen uns als Dienstleister für die Region NordOstHessen und können diesen Auftrag am besten mit zufriedenen und motivierten Mitarbeitenden erfüllen, wozu ein breites und qualitativ hochwertiges Fortbildungsangebot gehört.“

Inhalt und Umfang der Fort- und Weiterbildungen sind sehr unterschiedlich und richten sich auch nach Vorwissen und Interessen der Beschäftigten. Die Bandbreite reicht von der eintägigen EDV-Schulung bis zur mehrjährigen beruflichen Weiterbildung. Der berufsbegleitende Vorbereitungslehrgang auf die Fortbildungsprüfung Verwaltungsfachwirt/in beinhaltet zum Beispiel 800 Unterrichtsstunden.

Vorrangig nutzen die RP-Mitarbeitenden Fortbildungen der Zentralen Fortbildung Hessen (ZFH) sowie des Hessischen Verwaltungsschulverbandes (HVSV). „Daneben setzen wir durch Inhouse-Fortbildungen gezielt Akzente“, so Julia Göpel, stellvertretende Leiterin des Personaldezernats und Leiterin des Geschäftsbereichs Personalentwicklung, Aus- und Fortbildung. „Wir eröffnen aber auch darüber hinaus bundesweit die Möglichkeit an Fortbildungen teilzunehmen. Gerade der Austausch am Rande der Veranstaltungen mit Kolleginnen und Kollegen von anderen Dienststellen oder Mitarbeitenden aus der Privatwirtschaft bringt immer wieder neue Impulse und wertvolle Vernetzungsmöglichkeiten neben dem erlernten Wissen.“

Auch in der Coronapandemie ist das Interesse an Fortbildungen weiter hoch, so Julia Göpel: „Als die Inzidenzen stiegen, mussten die Fortbildungsanbieter und auch wir natürlich Präsenztermine absagen. Relativ schnell erfolgte dann die Umstellung auf digitale Angebote. Zunächst habe ich bei den Mitarbeitenden Skepsis beobachtet, ob diese Veranstaltungen qualitativ gleichwertig sind und die Zahl der Fortbildungsanträge ließ etwas nach. Nachdem die ersten positiven Erfahrungen gemacht wurden, sprach sich schnell herum, dass die Angebote durchaus attraktiv sind. Wir haben dann eine kleine Fortbildungswelle wahrgenommen, weil durch die Onlineveranstaltungen die oftmals lange Anreise zu weiter entfernten Veranstaltungsorten entfallen ist. Das wurde sehr positiv aufgefasst. Es eignet sich natürlich nicht jedes Thema für eine Onlineveranstaltung – es geht aber viel mehr als gedacht und ich hoffe, dass auch nach der Pandemie das Angebot an Onlineangeboten als Ergänzung groß bleibt.“

Neben dem Vorbereitungslehrgang auf die Ausbildereignungsprüfung und dem Basislehrgang Verwaltung sind nach wie vor die Langzeitfortbildungen zum Verwaltungsfachwirt/in und auch das Masterstudium Public Administration (MPA) der Universität Kassel sehr beliebt. Letztere können grundsätzlich den Aufstieg zur nächsthöheren Laufbahn ermöglichen. Auch Fortbildungen im Hinblick auf Leadership, agiles Arbeiten/Führen, Teamentwicklungsworkshops und Führungskräftecoaching werden aktuell verstärkt angefragt und von den RP-Mitarbeitenden gern in Anspruch genommen. Auch die regelmäßigen Office-Schulungen (z.B. Access, OneNote und Excel-Aufbauschulungen) sind ein „Dauerbrenner“.

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind bei Fortbildungen Themen rund um das Homeoffice neu hinzugekommen. Für „Zeitmanagement im Homeoffice“, „Führen aus der Ferne“ und „Ausbilden aus der Ferne“ bestand und besteht hohe Nachfrage. „Diese Themen werden für die Mitarbeitenden auch nach der Pandemie relevant bleiben. Das begrüßen wir als Behördenleitung ebenfalls“, so Regierungsvizepräsident Dr. Wachter. Die Idee des lebenslangen Lernens erhält gerade in der aktuellen Zeit, die auch durch die fortschreitende Digitalisierung immer schneller durch Veränderungen geprägt ist, besondere Aktualität. Im Zuge der Digitalisierung der Verwaltung werden Fähigkeiten im EDV-Bereich auch künftig einen immer wichtigeren Platz einnehmen. Fortbildungen zur Steigerung der digitalen Kompetenz werden daher in den nächsten Jahren dauerhaft einen großen Anteil der Fortbildungen darstellen.

„Das Regierungspräsidium Kassel ist bei Bewerberinnen und Bewerbern für ein gutes Arbeitsklima und als attraktiver Arbeitgeber bekannt – dies hören wir oft in Auswahlgesprächen. Ein Baustein für diese Zufriedenheit ist auch das umfassende Angebot an Fort- und Weiterbildungen“, so Julia Göpel abschließend. Dr. Alexander Wachter bilanziert: „Der teilweise schon jetzt bestehende und zukünftig noch größere Fachkräftemangel im öffentlichen Dienst kann durch gezielte Personalentwicklung, die durch Fortbildungen und Weiterbildungsangebote erst ermöglicht werden kann, teilweise ausgeglichen werden.“

Hintergrund
Der Tag der Bildung wurde zum ersten Mal am 8. Dezember 2015 ausgerufen. Er soll das Thema Bildung ins öffentliche Bewusstsein bringen und Anstöße geben für eine gesellschaftliche Diskussion von Bildungsthemen. Hierbei stehen u.a. Aspekte wie Chancengleichheit, Selbstbestimmung, Sozialkompetenz und internationale Verständigung im Fokus. 2021 lautet das Schwerpunktthema am Tag der Bildung „Lernen und Lehren in Zeiten digitaler Transformation“. Viele Initiativen, Vereine, Unternehmen und Institutionen haben zum Tag der Bildung Aktionen geplant.

Weitere Informationen: https://www.tag-der-bildung.de/

Pressekontakt
Katrin Walmanns
Telefon: 0561 106 1011
E-Mail: katrin.walmanns@rpks.hessen.de

Am Alten Stadtschloss 1
34117 Kassel

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