Feminismus verdient meine Stimme, weil...

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„Feminismus hat viele Stimmen“

Die Beschäftigten des Regierungspräsidiums Kassel waren in Vorbereitung auf diese Ausstellung dazu aufgerufen, die Frage zu beantworten: Warum Feminismus – als die Bewegung, die in ihren Anfängen ein Frauenstimmrecht forderte – ihre Stimmen verdient. Auch die neue Justizministerin Frau Dr. in Katarina Barley und der Hessische Sozialminister Stefan Grüttner beteiligten sich neben vielen weiteren Personen an dieser Aktion.

Mit weit mehr als 100 ausgestellten Statements und persönlichen Bildern der Beschäftigten wurden die Wünsche nach Chancengleichheit, nach mehr Respekt und Anerkennung dem weiblichen Geschlecht gegenüber sowie die Forderung zum Ablegen von Geschlechterklischees und Vorurteilen laut. Zugleich kamen negative Aspekte unserer Gesellschaft wie Sexismus, die Gewalt und Unterdrückung von Frauen, die ungleiche Bezahlung in vielen Berufszweigen unserer Gesellschaft und die oftmals nicht gegebene Teilhabe der Frauen an Führungspositionen zur Sprache.

Mit der Vielzahl und Vielfalt der abgegebenen Statements wurde deutlich: Feminismus hat viele Stimmen – Stimmen, die fernab von Vorurteilen und Klischees, ihre volle Stimmberechtigung finden. Denn auch 100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts können wir in vielen Bereichen noch nicht von einer gesellschaftlichen, politischen und ökonomischen Gleichheit der Geschlechter sprechen.

Auch in Bezug auf die Sprachgestaltung finden sich Frauen oft nur als „Mitgemeinte“ in Texten und Aussagen wieder. Der zweite Teil der Ausstellung im Regierungspräsidium Kassel machte somit deutlich, dass eine ungleiche Sprache – 100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts – nicht mehr angemessen ist. Mit Bildern, Videobeiträgen und einem Flyer zur gendergerechten Sprache wurde zum Ausdruck gebracht, dass „Mitmeinen“ nicht ausreichend ist, wenn ALLE angesprochen werden sollen.