Vorhaben der Gemeinde Rasdorf Renaturierung des Goldbaches

Die Gemeinde Rasdorf hat die Genehmigung für die Renaturierung des Goldbaches im Ortsteil Rasdorf beantragt.

Es handelt sich hier um einen genehmigungspflichtigen Gewässerausbau nach § 68 Abs. 2 und § 70 Wasserhaushaltsgesetz (WHG).

Für das Vorhaben war nach § 5 in Verbindung mit § 7 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 24. Februar 2010 (BGBl. I S. 94), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 8. September 2017 (BGBl. I S. 3370) zu prüfen, ob mögliche Umweltauswirkungen des Vorhabens die Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung notwendig machen.

Die Vorprüfung des Einzelfalls des Regierungspräsidiums Kassel hat ergeben, dass erhebliche nachteilige Umweltauswirkungen nicht zu erwarten sind und daher eine Umweltverträglichkeitsprüfung nicht erforderlich ist.

Für das Nichtbestehen der UVP-Pflicht sind folgende Gründe unter Berücksichtigung der Merkmale des Vorhabens oder des Standorts maßgebend:

Durch die Maßnahmen außer Orts sollen natürliche Erosions- und Sedimentationsprozesse initiiert sowie die Gewässerstruktur verbessert werden. Die Maßnahmen führen zu einer natürlichen Gewässerentwicklung in den entsprechenden Bereichen. Auch innerorts führt die Maßnahme zu einer deutlichen ökologischen Aufwertung. Die derzeitige Verrohrung wird zu großen Teilen entfernt und durch ein offenes Gewässer ersetzt. Der punktuelle Eingriff in die Ufergehölze führt zu einer Biotopaufwertung durch strukturelle Verbesserungen des Fließgewässers.

Diese Feststellung ist nach § 5 Abs. 3 UVPG nicht selbständig anfechtbar.

Bad Hersfeld, den 26. August 2019

Regierungspräsidium Kassel
Abteilung Umwelt- und Arbeitsschutz
Dezernat 31.4, Az.: 31.4 - 79 i 03/22-2018/1

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