Dienst im Auftrag der Natur und der Menschen

Bei seiner Begrüßung der Vertreter der bundesdeutschen Naturschutz-Mittelbehörden verdeutlichte Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke die hervorragende und natürliche Qualität der 24 nord – und osthessischen Naturräume. Mit dem länderübergreifenden Biosphärenreservat Rhön, dem Nationalpark Kellerwald, den Bundesnaturschutzprojekten sowie den zahlreichen Schutzgebieten verfügt die Region über eine ungemein reichhaltige Naturfläche.

Das Regierungspräsidium Kassel setzt sich – zusammen mit den Partnern - seit Jahren massiv für die Erhaltung und Entwicklung dieser Räume ein. Lübcke betont jedoch auch, dass die Region NordOstHessen sprichwörtlich boomt und sich somit zwangsläufig verändert. Siedlungs- Autobahn- und DB-Projekte, Hochspannungsleitungen, evtl. Kali-Haldenerweiterungen oder auch Maßnahmen im Zuge der Energiewende erfordern tagtäglich ein Handeln im Spagat Ökologie und Ökonomie. Die gute Vorbereitung und Planung sowie intensive Gespräche mit den sachkundigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Regierungspräsidiums haben in der Vergangenheit zu guten Ergebnissen geführt. Hier sieht Dr. Lübcke auch den engen und guten Dialog mit den Akteuren der Region als sehr vorteilhaft an.

Soziale Belange der Gesellschaft, Ökonomie und Ökologie zusammenbringen

Als Beispiel führte Dr. Lübcke das sogenannte „Kasseler Modell“ an, wonach im Zuge des Neubaus des Flughafens in Kassel-Calden zum Teil unkonventionelle Wege mit Landwirten eingeschlagen wurden. Es galt damals die Belange der Gesellschaft und Politik mit denen des Umweltschutzes in Einklang zu bringen. „Ich denke, dies ist bei allen Entscheidungen unseres Hauses durchaus gelungen“, so der Verwaltungschef.
Dass die Prüfung naturrechtlicher sowie landwirtschaftlicher Belange einen immer breiteren Raum bei der Verwirklichung geplanter infrastruktureller Maßnahmen einnimmt, ist allenthalben feststellbar.
Der diesjährige Erfahrungsaustausch auf Bundesebene im Regierungspräsidium Kassel diente daher u.a. der breiten Diskussion über zukünftige Verwaltungs- und Aufgabenstrukturen und neuen Ausbildungsgängen hinsichtlich der Sicherung geeigneter Personeller Bedarfe für die Zukunft.

Weitere Tagesordnungspunkte der Tagung waren u.a.:

- Sachstand Umsetzung Natura2000 - Vertragsverletzungsverfahren
- Erfahrungsaustausch Windenergieanlagen, Planungen, Zulassungen -nachträgliche naturschutzrechtliche Anordnungen
- Erfahrungsaustausch Biotop und Artenschutz bei verfahrens- und genehmigungsfreien Bauvorhaben
- Konkurrenz um landwirtschaftliche Flächen für Naturschutzmaßnahmen
- Verträge für Naturschutzlösungen

Im Anschluss an die Diskussion und Fachvorträge konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch vor Ort ein Bild von gelungenen Ausgleichs-und Renaturierungsmaßnahmen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen zur Umsetzung der Planfeststellung für den Flughafen Kassel-Calden machen.

Die Vorträge sind im Internet unter dem Link:https://rp-kassel.hessen.de/sites/rp-kassel.hessen.de/files/Vertr%C3%A4%... abrufbar.

Kontakt für Pressevertreter
Katrin Walmanns
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Am Alten Stadtschloss 1
34117 Kassel

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