Raumordnungskataster und Flächenmonitoring

Im Raumordnungskataster werden die aus Sicht der Raumordnung relevanten Inhalte und Daten der kommunalen verbindlichen Bauleitplanung erfasst, die Einfluss auf die Fortschreibung und Neuaufstellung des Regionalplans Nordhessen haben.

Das Raumordnungskataster ist als verwaltungsinterne Datensammlung eine wichtige Grundlage für die Erstellung des Regionalplanes und zur Beurteilung von Fachplanungen und Verfahren. Die Führung des Katasters ist im Hessischen Landesplanungsgesetz § 12 gesetzlich verankert.

Das Raumordnungskataster wird mit Hilfe eines digitalen geografischen Informationssystem (GIS) erstellt. Die Nutzung von Geodaten, die Verknüpfung von Fachdaten mit räumlichem Bezug und die Verschneidung mit raumbedeutsamen Flächennutzungen und Planungen ermöglicht ein Flächenmonitoring.

Das Raumordnungskataster (ROK) beinhaltet:

  • Bauleitplankataster (Flächennutzungspläne ab 2004 und Bebauungspläne ab 2000)
    Musterkarte: Auszug aus dem Bebauungsplankataster, Topographischen Karte M 1: 25.000
  • Raumordnungsverfahren (ab 2010 – Genehmigung Regionalplan 2009)
  • Zielabweichungsverfahren (ab 2010 – Genehmigung Regionalplan 2009) (Verfahren zur Zulassung einer Abweichung von den Zielen des Regionalplanes Nordhessen)
    Musterkarte: Auszug aus dem „Abweichungsverfahrenskataster“, Topographische Karte M 1: 25.000

Das Raumordnungskataster (ROK) wird darüber hinaus im Sinne eines raumbezogenen Informationssystems (RIS) als Instrument der Raumbeobachtung aufgebaut. Dabei wird auf das zur Verfügung stehende Datenmaterial zurückgegriffen, wie z.B. die Daten des Statistischen Landesamtes, der Bundesanstalt der Arbeit, Prognosen der Hessen Agentur und eigene Erhebungen zu speziellen Themenfeldern, deren Daten einen Bezug zur Fläche (Kataster) haben. Diese Daten sind nur „Rohdaten“ und müssen thematisch aufbereitet und räumlich verknüpft werden. Die Ergebnisse werden in Karten, Grafiken und Tabellen dargestellt. Sie bilden die Grundlage für ein Flächenmonitoring (ohne Umweltmonitoring) und dient der Evaluierung zu den Inhalten des Regionalplans. Als Querschnittsaufgabe liefert er aufbereitete Daten zur regionalen Raum- und Siedlungsstruktur. Eine Auswahl von Rohdaten und Themenkarten zu folgenden Themenfeldern ist bei den Links abrufbar:

Bevölkerung

  • Bevölkerungsentwicklung 1975-2014
  • Prognosen

Beschäftigung und Arbeitsmarkt

  • Pendlerbeziehung

Raum- und Siedlungsstruktur

  • Einwohnerdichte
  • Flächennutzung
  • Bauflächenpotentialkataster (in Aufstellung)

Wirtschaft

  • Bruttoinlandprodukt je Erwerbstätige in €
  • Einzelhandelsstandorte (in Aufbau - verwaltungsintern)
     

Regionale Geodateninfrastrukturen

Die Vernetzung digitaler Infrastrukturen  ist für eine moderne Verwaltungsarbeit unverzichtbar. Durch den Aufbau regionaler Geodateninfrastrukturen (GDI) kann künftig auf eine doppelte Datenhaltung verzichtet und ein schneller fach- und verwaltungsübergreifender Austausch von Geodaten ermöglicht werden.

GDI-Initiativen in Nordhessen

Viele Landkreise und Kommunen haben sich in Nordhessen unter Mitwirkung des Regierungspräsidiums Kassel zusammengeschlossen, um regionale Geodateninfrastrukturen aufzubauen. Die Umsetzung wurde vom Land Hessen im Rahmen einer interkommunalen Zusammenarbeit gefördert. Weitere Infos finden Sie unter: www.ikz-hessen.de/

In Nordhessen gibt es auf Landkreisebene folgende GDI-Initiativen:

GDI "Hersfeld-Rotenburg/Schwalm-Eder/Werra-Meißner"; Zuständigkeitsbereich: Amt für Bodenmanagement Homberg (Efze)

GDI "Waldeck-Frankenberg"  Zuständigkeitsbereich:  Amt für Bodenmanagements Korbach

Weitere Infos finden Sie unter www.geoportal.hessen.de

Kontakt

Dagmar Wendrich-Moritzen
Tel.: 0561 106 3215
Fax: 0611 327641642
E-Mail: dagmar.wendrich-moritzen@rpks.hessen.de

Hessen-Navigator

Wie können wir Ihnen helfen? Geben Sie einen Suchbegriff ein.