Windenergie

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Windenergie

Energiewende in Nord- und Osthessen

Das meistdiskutierte Thema in der Region ist der Ausbau der Windenergie. Das Regierungspräsidium Kassel ist als Bündelungsbehörde in vielen Bereichen für dieses Thema verantwortlich. Die drei wichtigsten sind: der Entwurf des Teilregionalplan Energie, das mit am stärksten diskutierte Thema Natur- und Landschaftsschutz und die konkreten Genehmigungsverfahren zu Windkraftanlagen.

Der Teilregionalplan:

Nach dem Landesentwicklungsplan sollen auch im Regierungsbezirk Kassel in der Größenordnung von zwei Prozent der Fläche als Vorranggebiete für Windenergieanlagen zur Verfügung gestellt werden. Das sind etwa 16.600 Hektar. Die Regionalplaner im Regierungspräsidium Kassel setzen diese Vorgabe für die Landesregierung und im Auftrag der Regionalversammlung Nordhessen mit der Erarbeitung der Entwürfe zum Teilregionalplan Energie um.

Mit der Beschlussfassung zur Genehmigungsentwurf des Teilregionalplans Energie durch die Regionalversammlung Nordhessen am 7.Oktober wurden die Beratungen des langjährigen Aufstellungs- und Abstimmungsprozesses des Teilregionalplans Energie abgeschlossen.  Der Genehmigungsentwurf sieht nun 169 Vorranggebiete für Windenergienutzung auf insgesamt ca. 17.600 ha und damit rd. 2,05 % der Regionsfläche vor. Darüber hinaus trifft der Plan auch Aussagen zur Energiegewinnung aus Biomasse und Fotovoltaik, zum Ausschluss des Fracking sowie mit Blick auf neue Stromleistungstrassen zu den dort einzuhaltenden Abständen von Leitungen zu Siedlungsgebieten. 

Der Genehmigungsentwurf wird nunmehr dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung als oberster Landesplanungsbehörde vorgelegt werden. Nach Prüfung des Regionalplans durch die oberste Landesplanungsbehörde wird diese den Regionalplan der Landesregierung zur Genehmigung vorlegen.

Der Genehmigungsentwurf (Text, Begründungen, Karten, Umweltbericht) sowie weiterer Informationen sind hier einsehbar

Windenergie, Landschaft und Natur:

Umfangreiche Aufgaben sowohl bei der Festlegung der möglichen Vorranggebiete für Windenergienutzung als auch in späteren Genehmigungsverfahren nimmt im Regierungspräsidium Kassel das Dezernat Naturschutz bei Planungen und Zulassungen, Naturschutzdaten wahr. Es hat ein entscheidendes Wort mitzureden, wenn für den Regionalplan aus Suchräumen Vorrangflächen und bei den Zulassungsverfahren für Anlagen aus Anträgen Genehmigungen werden sollen.

Genehmigungsverfahren:

Unabhängig davon, ob Vorranggebiete für Windenergie feststehen, aber auch schon während der Aufstellung des Teilregionalplanes, bedeutet dies nicht, dass unkontrolliert ausgebaut werden darf. Generell bedürfen die Errichtung und der Betrieb von Windenergieanlagen mit einer Gesamthöhe von mehr als 50 Metern einer Genehmigung nach dem Bundesimmissionsgesetz (BImSchG). Nähere Informationen zu dem immissionsschutzrechtlichen Genehmigungsverfahren sowie zu den Anforderungen an die Genehmigungsunterlagen erhalten Sie im Downloadbereich der Internetpräsentation des Hessischen Landesamtes für Umwelt und Geologie (HLUG).

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