Stromnetzausbau

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Stromnetz

Informationen zum Stromnetzausbau im Regierungsbezirk Kassel

Der Bundestag hat im Juli 2013 das Zweite Gesetz über Maßnahmen zur Beschleunigung des Netzausbaus Elektrizitätsnetze – auch Bundesbedarfsplangesetz genannt - (BGBL Jahrgang 2013 Teil I Nr. 41 v. 26.07.2013 zuletzt geändert am 21.12.2015 BGBl. I S. 2490) beschlos­sen. Mit diesem Gesetz sind die energiewirtschaftliche Notwendigkeit und der vordringliche Bedarf zur Gewährleistung eines sicheren und zuverlässigen Netzbetriebs festgestellt.
In Vorbereitung einer weiteren aktualisierten Bedarfsermittlung hat die Fortschreibung des Netzentwicklungsplans Strom 2017-2030 im Dezember 2017 ihren Abschluss gefunden. Darin schlägt die Bundesnetzagentur folgende Projekte zum Stromnetzausbau vor, die die Planungsregion Nordhessen betreffen (eine Beschlussfassung durch den Gesetzgeber steht allerdings noch aus):

  1. Höchstspannungsgleichstromleitung (HGÜ) Brunsbüttel-Großgartach (länderübergreifend) - Pilotprojekt für verlustarme Übertragung hoher Leistungen über große Entfernungen
  2. HGÜ Wilster – Grafenrheinfeld (länderübergreifend) - Pilotprojekt für verlustarme Übertragung hoher Leistungen über große Entfernungen
  3. Ebenheim/Eisenach-Mecklar (länderübergreifend) - 380 kV-Höchst­spannungsleitung Drehstrom als Leitungsneubau in vorhandener Trasse
  4. Mecklar-Dipperz - 380 kV-Höchstspannungsleitung Drehstrom als Netzverstärkung/Leitungsneubau in vorhandener Trasse
  5. Dipperz-Bergrheinfeld/W (länderübergreifend) - 380 kV-Höchstspan­nungsleitung Drehstrom als Leitungsneubau in neuer Trasse
  6. Mecklar-Dipperz-Urberach – Ertüchtigung durch Netzverstärkung
  7. Borken-Mecklar – Ertüchtigung durch Netzverstärkung
  8. Borken-Twistetal – Ertüchtigung durch Netzverstärkung

Die Zuständigkeit von Höchstspannungsleitungen, die durch mehrere Bundesländer führen liegt nach dem Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG) bei der Bundesnetzagentur. Die Bundesnetzagentur (BNetzA) führt die länderübergreifenden Verfahren - die sog. Bundes­fachplanung (§ 5 NABEG) - für die vorstehenden Vorhaben mit der lfd. Nr. 1 bis 3 sowie 5 durch. Die Bundesfachplanung ersetzt das Raumordnungsverfahren (ROV). Durch diese bundesweit einheitliche Verfahrensregelung werden die bisher als Verfahrensführer zuständigen Landesplanungsbehörden Beteiligte des Verfahrens. Für Vorhaben, die nicht länderübergrei­fend sind (s. lfd. Nr. 4, 6 bis 8) verbleibt die Zuständigkeit bei den Landesbehörden.
Für die Bedarfsplanvorhaben Brunsbüttel-Großgartach und Wilster-Grafenrheinfeld gelten die gesetzlichen Regelungen des § 3 Bundesbedarfsplangesetz v. 21.12.2015 (BBl I S.2490), d.h. sie sind nach Maßgabe dieser Vorschrift als Erdkabel zu errichten und zu betreiben. Die Bundesfachplanung zu diesen Projekten hat unter dem Projektnamen SuedLink (s.u.) im Frühjahr 2017 begonnen.
Für das 380 kV-Freileitungsprojekt Wahle-Mecklar ist die Planfeststellung für den nordhessischen Abschnitt von der niedersächsischen Grenze bei Niestetal bis Ludwigsau-Mecklar im Winter 2018 abgeschlossen worden. Mit Auslaufen der Klagefrist ist der Beschluss seit Anfang Mai 2018 rechtwirksam. Damit kann die Leitung zumindest in Nordhessen nun gebaut werden.

Kontakt

Karin Potthoff
Tel. 0561-106 3132
E-Mail: karin.potthoff@rpks.hessen.de

 

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