Künstliche Befruchtung

Grundlage: § 6 HBeihVO in Verbindung mit Verwaltungsvorschrift Nr. 2 zu § 6 Abs. 1 HBeihVO


Die Anerkennung der Beihilfefähigkeit der Aufwendungen für Maßnahmen zur künstlichen Befruchtung ist unter folgenden Voraussetzungen möglich:


Beihilfefähig sind Aufwendungen für die

  • Homologe Insemination

Beihilfefähig sind die Aufwendungen für die ärztliche Feststellung der Voraussetzungen und für höchstens fünf Behandlungen. Die Festsetzungsstelle kann bei einer entsprechenden ärztlichen Feststellung darüber hinaus die Aufwendungen für weitere drei Behandlungen als beihilfefähig anerkennen.

  • Homologe In-vitro-Fertilisation (IVF)

Beihilfefähig sind die Aufwendungen für die ärztliche Feststellung der Voraussetzungen und für höchstens vier Behandlungen.

  • Homologe Intra-Cytoplasmatische-Spermien-Injection (ICSI)

Beihilfefähig sind die Aufwendungen für die ärztliche Feststellung der Voraussetzungen und für höchstens vier Behandlungen. Über die genannten Höchstgrenzen hinausgehende Aufwendungen sind nicht beihilfefähig.


Nicht beihilfefähig sind Aufwendungen für die heterologe Insemination und die heterologe in-vitro-Fertilisation bzw. ICSI (d.h. Fremdsamen- oder Fremdeinzellspende).


Gemäß Erlass des Hess. Ministerium des Innern und für Sport (HMdIS) vom 25.11.2004 gilt:
Ungeachtet des jeweiligen Versicherungsverhältnisses sind die Kosten für Behandlungen zur künstlichen Befruchtung einschließlich derjenigen für eine erforderliche Mitbehandlung dem Partner zuzuordnen, bei dem die Ursache der Sterilität liegt. Bleibt sie ungeklärt oder betrifft die Sterilität beide Partner, sind die Aufwendungen jeweils dem Partner zuzurechnen, bei dem die Behandlung vorgenommen wurde (sog. „Verursacherprinzip“).