Familien- und Haushaltshilfe (§ 6 Abs. 1 Nr. 8 HBeihVO)

Voraussetzungen

  • Der den Haushalt führende Beihilfeberechtigte oder berücksichtigungsfähige Familienangehörige muss sich in stationärer Behandlung (stationäre, vorstationäre und nachstationäre Krankenhausbehandlung, Sanatoriumsbehandlung, aus Anlass einer Geburt ) befinden,
    oder
  • der stationäre Krankenhausaufenthalt des den Haushalt führenden Beihilfeberechtigten oder berücksichtigungsfähigen Familienangehörigen wird nach ärztlicher Bescheinigung durch den Einsatz einer Familien- und Haushaltshilfe vermieden,
    oder
  • der stationäre Krankenhausaufenthalt eines alleinstehenden Beihilfeberechtigten wird nach ärztlicher Bescheinigung durch den Einsatz einer Familien- und Haushaltshilfe vermieden,
    oder
  • der den Haushalt führende Beihilfeberechtigte oder berücksichtigungsfähige Familienangehörige ist als Begleitperson eines stationär aufgenommenen Kindes im Krankenhaus aufgenommen bzw. außerhalb des Krankenhauses untergebracht und dies ist nach Feststellung eines Amts- oder Vertrauensarztes wegen des Alters des Kindes und seiner eine stationäre Langzeittherapie erfordernden schweren Erkrankung aus medizinischen Gründen erforderlich,
    oder
  • der den Haushalt führende (alleinstehende) Beihilfeberechtigte oder berücksichtigungsfähige Familienangehörige ist nach ärztlicher Bescheinigung während der ersten sieben Tage nach einer Krankenhausbehandlung nicht - auch nicht teilweise - in der Lage, die Haushaltsführung wieder zu übernehmen.

 

Weitere Voraussetzung für alle oben genannten Punkte ist, dass mindestens ein berücksichtigungsfähiges Kind bis zum vollendeten 14. Lebensjahr oder mindestens eine berücksichtigungsfähige pflegebedürftige Person im Haushalt betreut werden muss.

 

Höchstbeträge

 

Die Kosten einer Familien und Haushaltshilfe sind bis zu 8,50 € stündlich, höchstens bis zu 8 Stunden täglich beihilfefähig. Die Aufwendungen sind nachzuweisen.

 

Werden an Stelle der Beschäftigung eine Familien- und Haushaltshilfe Kinder unter vierzehn Jahren oder pflegebedürftige berücksichtigungsfähige oder pflegebedürftige berücksichtigungsfähige oder selbst beihilfeberechtigte Angehörige in einem Heim oder in einem fremden Haushalt untergebracht, sind die Aufwendungen bis zu den vorgenannten Sätzen beihilfefähig.

 

Ist ein naher Angehöriger (Ehegatte, Kinder, Eltern, Großeltern, Enkelkinder, Schwiegertöchter, Schwiegersöhne, Schwägerinnen, Schwäger, Schwiegereltern und Geschwister der Beihilfeberechtigten oder der berücksichtigungsfähigen Angehörigen) als Familien- und Haushaltshilfe tätig, steht mit - Ausnahme der Fahrkosten - keine Beihilfe zu.

 

Als Alleinerziehende gelten Mütter oder Väter, die mit ihrem berücksichtigungsfähigen Kind, für das ihnen die Personensorge übertragen ist, in einem Haushalt leben.

Als Alleinerziehende gelten nicht Personen, die mit einer Partnerin oder einem Partner (auch in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft) in Gemeinschaft leben.