Erweiterte ambulante Physiotherapie (EAP)

Aufwendungen für eine erweiterte ambulante Physiotherapie (EAP)

Aufwendungen für eine erweiterte ambulante Physiotherapie (EAP) - Nr. 14 des Leistungsverzeichnisses nach der VV Nr. 3 zu § 6 Abs. 1 Nr. 3 HBeihVO

 

Mindestbehandlungsdauer 120 Minuten (je Behandlungstag 81,90 €)

 

2.2.1 Erweiterte ambulante Physiotherapie

Leistungen der erweiterten ambulanten Physiotherapie werden nur aufgrund

  • einer Verordnung von Krankenhausärzten, von Ärzten mit den Gebietsbezeichnungen "Orthopädie", "Neurologie", "Chirurgie" und "Physikalische und Rehabilitative Medizin" oder eines Allgemeinarztes mit der Zusatzbezeichnung "Physikalische Therapie" und
  • nur beim Vorliegen eines vom Facharzt erstellten Behandlungsplans und
    folgenden Indikationen anerkannt (VV zu § 6 Abs. 1 Nr.3 Tz. 2.2 HBeihVO)

2.2.1.1 Wirbelsäulensyndrome mit erheblicher Symptomatik bei

  • frischem nachgewiesenem Bandscheibenvorfall (auch postoperativ) und/oder Protrusionen mit radikulärer, muskulärer und statischer Symptomatik
  • nachgewiesenen Spondylolysen und Spondylolisthesen mit radikulärer, muskulärer und statischer Symptomatik
  • instabilen Wirbelsäulenverletzungen im Rahmen der konservativen und/oder postoperativen Behandlung mit muskulärem Defizit und Fehlstatik
  • lockere korrigierbare thorakale Scheuermann-Kyphose >50° nach Cobb

2.2.1.2 Operation am Skelettsystem

  • posttraumatische Osteosynthesen
  • Osteomien der großen Röhrenknochen

2.2.1.3 prothetischer Gelenkersatz bei Bewegungseinschränkungen und/oder muskulärem Defizit

  • Schulterprothesen
  • Knieendoprothesen
  • Hüftendoprothesen

2.2.1.4 operativ oder konservativ behandelte Gelenkerkrankungen (einschließlich Instabilitäten)

  • Kniebandrupturen (Ausnahme isoliertes Innenband)
  • Achillessehnenrupturen und -abriss
  • Schultergelenkläsionen, insbesondere nach operativ versorgter Bankard-Läsion, Rotatorenmanschettenruptur, schwere Schultersteife (frozen shoulder), Impingement-Syndrom, Schultergelenkluxation, tendinosis calcarea, periathritis humero-scapularis (PHS)

2.2.1.5 Amputationen

 

2.2.2 Eine Verlängerung der erweiterten ambulanten Physiotherapie erfordert eine erneute ärztliche Verordnung. Eine
Bescheinigung der Therapieeinrichtung oder der bei dieser beschäftigten Ärzte reicht nicht aus.

Nach Abschluss der erweiterten ambulanten Physiotherapie ist der Beihilfestelle die Therapiedokumentation
zusammen mit der Rechnung vorzulegen.

 

2.2.3 Die erweiterte ambulante Physiotherapie umfasst je Behandlungstag mindestens folgende
Leistungen:

  • krankengymnastische Einzeltherapie
  • physikalische Therapie nach Bedarf
  • medizinisches Aufbautraining

und bei Bedarf folgende zusätzliche Leistungen:

  • Lymphdrainage oder Massage/Bindegewebsmassage
  • Isokinetik
  • Unterwassermassage.

2.2.4 Die durchgeführten Leistungen sind durch den Patienten auf der Tagesdokumentation unter Angabe des Datums zu bestätigen.

 

2.2.5 Die in Nr. 2.2.3 genannten zusätzlichen Leistungen sind mit dem Höchstbetrag nach der Nr. 14 des Leistungsverzeichnisses nach VV Nr. 3 abgegolten.