Dr. Walter Lübcke

Dr. Walter Lübcke wurde am 22. August 1953 in Bad Wildungen geboren.

Nach der Mittleren Reife 1972 absolvierte er eine Lehre zum Bankkaufmann. 1975 verpflichtete er sich für acht Jahre bei der Deutschen Bundeswehr, wo er eine Ausbildung zum Personalfachkaufmann absolvierte. Es folgte ein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der damaligen Gesamthochschule Kassel mit dem Schwerpunkt Personalwirtschaft und Arbeitsökonomie.
Dr. Lübcke war seit 1986 Mitglied der CDU und unter anderem von 1989 bis 2009 Mitglied der Stadtverordnetenversammlung Wolfhagen. Im Hessischen Landtag war er von 1999 bis 2009 zehn Jahre Abgeordneter in der CDU-Landtagsfraktion.

Am 21. Mai 2009 wurde er auf Vorschlag des damaligen Ministerpräsidenten Roland Koch durch den damalige Innenminister Volker Bouffier als Nachfolger von Lutz Klein zum Regierungspräsidenten für den Regierungsbezirk Kassel ernannt. Das beherzte Eintreten für die demokratischen Werte und das christliche Menschenbild – vor allem während der sogenannten Flüchtlingskrise der Jahre 2015 / 2016 - brachte ihm von vielen Seiten Respekt ein.
Heute kann festgestellt werden, dass dieses überzeugte Handeln und das uneingeschränkte Einstehen für Demokratie, Menschlichkeit und Rechtsstaatlichkeit ursächlich für seine Ermordung am 02. Juni 2019 in seinem Heimatort Wolfhagen-Istha war. In einem Trauergottesdienst in der Kasseler Martinskirche haben mehr als eintausend Menschen von ihm Abschied genommen. Polizei und Bundeswehr hielten die Ehrenwache am Sarg, den eine hessische Landesdienstflagge bedeckte.

Am 01. Dezember 2019 – dem hessischen Verfassungstag - wird Dr. Walter Lübcke posthum die Wilhelm-Leuschner-Medaille – Hessens höchste Auszeichnung - durch Ministerpräsident Volker Bouffier verliehen.

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