Verzicht & Verlust

In verschiedenen Fällen kann auf die deutsche Staatsangehörigkeit verzichtet werden oder sie wird verloren. Folgende Möglichkeiten kommen dabei in Betracht.

Verlust.jpg

Verlust

Verzicht

Man kann auf seine deutsche Staatsangehörigkeit verzichten, wenn man neben der deutschen mindestens eine weitere Staatsangehörigkeit besitzt. Der Verzicht ist schriftlich zu erklären und muss genehmigt werden. Nicht möglich ist dies z.B. Beamten, Richtern oder Soldaten, auch bei Wehrpflichtigen wird die Genehmigung in der Regel nicht erteilt.

Der Verlust der Staatsangehörigkeit tritt erst ein mit der Aushändigung der Verzichtsurkunde. Einen Vordruck für die Verzichtserklärung finden Sie unter „Downloads“.

Der Verzicht ist gebührenfrei.

Entlassung

Man kann aus der deutschen Staatsangehörigkeit entlassen werden, wenn man den Erwerb einer ausländischen Staatsangehörigkeit beantragt und die zuständige Stelle die Verleihung zugesichert hat. Die Entlassung ist schriftlich zu beantragen und muss genehmigt werden. Nicht möglich ist dies z.B. Beamten, Richtern oder Soldaten, auch bei Wehrpflichtigen wird die Genehmigung in der Regel nicht erteilt.

Die Entlassung aus der Staatsangehörigkeit tritt erst ein mit der Aushändigung der Entlassungsurkunde.

Die Gebühr für die Entlassung beträgt 51,00 €.

Automatischer Verlust

Gemäß § 25 Abs. 1 Satz 1 Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG) verliert ein/e Deutsche/r seine/ihre Staatsangehörigkeit mit dem Erwerb einer ausländischen Staatsangehörigkeit, wenn dieser Erwerb auf Antrag (z.B. Einbürgerung) erfolgt. Dabei kommt es nicht darauf an, ob er sich im Inland oder im Ausland aufhält.

Der Verlust nach Satz 1 tritt nicht ein, wenn ein Deutscher die Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedsstaates der Europäischen Union, der Schweiz oder eines Staates erwirbt, mit dem die Bundesrepublik Deutschland einen völkerrechtlichen Vertrag nach § 12 Abs. 2 StAG abgeschlossen hat.

Ein Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit erfolgt nicht, wenn man automatisch eine andere Staatsangehörigkeit erwirbt.

Bei Minderjährigen kann es Ausnahmen geben. Kinder mit einem deutschen und einem ausländischen Elternteil, die mit Geburt automatisch die deutsche und (z.B. durch den ausländischen Elternteil) eine ausländische Staatsangehörigkeit erwerben, können auf Dauer neben der ausländischen zusätzlich die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen.

Ausnahmsweise geht die deutsche Staatsangehörigkeit nach der derzeit geltenden Rechtslage auch in folgenden Fällen nicht verloren: Wenn eine deutsche Staatsangehörigkeitsbehörde vor Erwerb der ausländischen Staatsangehörigkeit die Genehmigung erteilt, die deutsche Staatsangehörigkeit behalten zu dürfen (Beibehaltungsgenehmigung).

Sollten Sie den Erwerb einer ausländischen Staatsangehörigkeit beabsichtigen, ist Ihnen daher zu empfehlen, sich rechtzeitig vorher mit der für Ihren Wohnsitz zuständigen Staatsangehörigkeitsbehörde in Verbindung zu setzen und sich dort nach der aktuellen Rechtslage beraten zu lassen. Soweit Sie sich im Ausland aufhalten, wenden Sie sich bitte an die zuständige deutsche Auslandsvertretung (Botschaft oder Generalkonsulat).

Kontakt

Frau Börner
Tel.: 0561 106-2132
Fax: 0611 32764-0123
E-Mail: staatsangehoerigkeit@rpks.hessen.de

Hessen-Navigator

Wie können wir Ihnen helfen? Geben Sie einen Suchbegriff ein.