Beibehaltungsgenehmigung

Eine deutsche Staatsangehörigkeitsbehörde kann in Ausnahmen vor dem Erwerb der ausländischen Staatsangehörigkeit die Genehmigung erteilen, die deutsche Staatsangehörigkeit behalten zu dürfen.

Ein/e Deutsche/r verliert seine Staatsangehörigkeit mit dem Erwerb einer ausländischen Staatsangehörigkeit, wenn dieser Erwerb auf Antrag (z.B. Einbürgerung) erfolgt. Bei Minderjährigen kann es Ausnahmen geben.

Ein Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit erfolgt nicht, wenn man automatisch eine andere Staatsangehörigkeit erwirbt.

Kinder mit einem deutschen und einem ausländischen Elternteil, die mit Geburt automatisch die deutsche und (z.B. durch den ausländischen Elternteil) eine ausländische Staatsangehörigkeit erwerben, können auf Dauer neben der ausländischen zusätzlich die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen.

Wer vor dem Erwerb einer ausländischen Staatsangehörigkeit die Beibehaltung der deutschen Staatsangehörigkeit beantragt und nach entsprechender Genehmigung auch die entsprechende Urkunde ausgehändigt bekommen hat verliert sein deutsche Staatsangehörigkeit nicht. Eine nachträgliche Genehmigung ist nicht möglich.

Ob die Beibehaltung genehmigt wird, ist vor allem davon abhängig, welche Staatsangehörigkeit man erwerben will. So ist es z.B. bei Erwerb der meisten EU-Staatsangehörigkeiten möglich, weil hier auch bei einer Einbürgerung in Deutschland Mehrstaatigkeit toleriert wird (sogenanntes Gegenseitigkeitsprinzip). Die Beibehaltungsgenehmigung wird auf zwei Jahre befristet. In dieser Zeit muss die Annahme der ausländischen Staatsangehörigkeit erfolgen. Die notwendigen Antragsunterlagen finden Sie unter „Downloads“.

Die Gebühr beträgt 255,-€.

Haben Sie noch Fragen zu diesem Thema?

Frau Börner
Tel.: 0561 106-2132
Fax: 0611 32764-0123
E-Mail: staatsangehoerigkeit@rpks.hessen.de

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