Personenstand

Standesamtsaufsicht

Fachaufsicht über die Standesämter im Regierungsbezirk Kassel

  • Klärung von Rechtsfragen im Standesamtsbereich
    - ausländisches Namensrecht
    - Eheschließungen im Ausland
    - Vaterschaftsanerkennungen
    - Abstammungsverhältnisse
    - ausländische Urkunden
     
  • Durchführung von gerichtlichen Verfahren in Grundsatzangelegenheiten.

Aufsicht über das Sonderstandesamt Bad Arolsen

  • Das Sonderstandesamt Bad Arolsen hat bundesweit die Aufgabe Beurkundungen der Sterbefälle von Häftlingen der ehemaligen deutschen Konzentrationslager im Inland vorzunehmen. Hierzu arbeitet das Sonderstandesamt eng mit dem Internationalen Suchdienst (ITS) zusammen. Über die Links gelangen Sie zur Internetseite des Sonderstandesamt Bad Arolsen und zur Internetseite des Internationalen Suchdienstes.
  • Für die Durchführung seiner Aufgaben werden dem Sonderstandesamt Bad Arolsen vom Land Hessen, vertreten durch das Regierungspräsidium Kassel, Mittel zur Verfügung gestellt.

Nachbeurkundung

  • Es besteht für deutsche Staatsbürger die Möglichkeit, bei Geburten im Ausland eine deutsche Geburtsurkunde beim Standesamt des Wohnsitzes zu beantragen. Sinnvoll ist dies insbesondere bei Auslandsadoptionen.
    Üblicherweise gibt es aber bei der Verwendung von ausländischen Geburtsurkunden, z.B. aus Europa oder den USA keine Probleme.
    Das gleiche Verfahren gilt auch für Sterbefälle. Auch hier gibt es bei der Verwendung ausländischer Sterbeurkunden keine Probleme, so dass eine Nachbeurkundung nur in bestimmten Einzelfällen nötig ist.
    Die Anträge werden vom örtlichen Standesamt entgegengenommen.

Ausländische Scheidungen

  • Die Anerkennung von ausländischen Scheidungen erfolgt in Hessen durch das OLG Frankfurt am Main. Über die Links gelangen Sie zur Internetseite des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main. Eine Erstberatung beim örtlichen Standesamt ist sinnvoll.
  • Im Übrigen entscheidet bei Heimatstaatsentscheidungen (gleiche Staatsangehörigkeit der Eheleute zum Zeitpunkt der Scheidung, Gericht des gleichen Staates) jede deutsche Behörde in eigener Zuständigkeit (z.B. Standesamt, Einwohnermeldeamt, Ausländerbehörde). Das gleiche gilt für die Scheidungen, die durch EU-Gerichte ausgesprochen werden.

Aufhebung von Ehen

Scheinehen werden auf Antrag des Regierungspräsidiums beim örtlich zuständigen Gericht aufgehoben. Auch die im Ausland geschlossenen bigamischen Ehen werden aufgehoben, da in Deutschland das Prinzip der Einehe gilt.
Diesen gerichtlichen Verfahren geht in der Regel eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft voraus.

 

Auslandsadoptionen

Seit dem 01.01.2002 gibt es in Deutschland förmliche Anerkennungsverfahren für Auslandsadoptionen.
In Hessen ist dafür zentral das Amtsgericht Frankfurt am Main zuständig. Über die Links gelangen Sie zur Internetseite des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main.
Nach dem Adoptionswirkungsgesetz ist dieses Verfahren in erster Linie für die betroffenen Adoptiveltern vorgesehen, die Standesämter können nur in Zweifelsfällen vorlegen. Trotzdem kann eine Erstberatung beim örtlichen Standesamt oder bei uns durchaus sinnvoll sein.

 

Transsexuellengesetz

Menschen, die sich einem anderen als dem angeborenen Geschlecht zugehörig fühlen, können die Änderung des Vornamens oder die Änderung des Vornamens und der Geschlechtszuordnung, die im Geburtseintrag vorgenommen wurde, beantragen. Der Antrag ist an das zuständige Amtsgericht zu richten.
Die Zuständigkeit für die Durchführung der Verfahren in Hessen liegt bei den Amtsgerichten Frankfurt am Main und Kassel und teilt sich wie folgt auf:

Das Amtsgericht Frankfurt am Main ist für die Bezirke der Landgerichte Darmstadt, Frankfurt am Main, Gießen, Hanau, Limburg a. d. Lahn und Wiesbaden zuständig. Über die Links gelangen Sie zur Internetseite des Amtsgerichts Frankfurt am Main.

Das Amtsgericht Kassel ist für die Bezirke der Landgerichte Fulda, Kassel und Marburg zuständig. Über die Links gelangen Sie zur Internetseite des Amtsgerichts Kassel.

Das Regierungspräsidium ist Verfahrensbeteiligter als „Vertreter des öffentlichen Interesses“. Die vorgelegten Gutachten werden geprüft, ebenso Namensrecht, Staatsangehörigkeit und Altersvoraussetzungen. Auf dieser Grundlage wird eine Stellungnahme zum Antrag erstellt und an das Amtsgericht übermittelt.

Kontakt

Frau Börner

Tel.:0561 106 2132

Fax: 0611 32764 0123

E-Mail: personenstand@rpks.hessen.de

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