Lohnkostenerstattung für Ehrenamtsschulungen

Nach dem Hessischen Bildungsurlaubsgesetz (HBUG) können hessische Beschäftigte ihren Anspruch auf Bildungsurlaub auch für Schulungen zur Wahrnehmung eines Ehrenamtes geltend machen. Solche Schulungen sollen Beschäftigte in die Lage versetzen, ein übernommenes Ehrenamt ausüben zu können.

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Ehrenamtsscshulung

Als Ehrenämter im Sinne des Gesetzes gelten nur solche, die in Erfüllung staatsbürgerlicher Pflichten zur Stärkung des demokratischen Gemeinwesens oder in sonstigem besonderen Gemeinwohlinteresse ausgeübt werden.

Die Bereiche ehrenamtlicher Tätigkeiten, für deren Schulungen ein Anspruch nach dem HBUG geltend gemacht werden kann, sind:

  • Jugend- und Altenhilfe, insbesondere Hospiz- und Telefonseelsorge
  • Sozial- und Wohlfahrtswesen
  • Hilfe für Flüchtlinge, Vertriebene und Aussiedler
  • Sport, insbesondere die Tätigkeit als Übungsleiterin oder Übungsleiter
  • rechtliche Betreuung nach § 1897 Abs. 1 BGB

Das Land Hessen erstattet den hessischen privaten Beschäftigungsstellen für den Zeitraum der Freistellung für die Teilnahme an einer vom Ministerium für Soziales und Integration anerkannten Ehrenamtsschulung das fortzuzahlende Arbeitsentgelt auf der Grundlage des durchschnittlich gezahlten Arbeitsentgelts pro Tag.

Für das Erstattungsverfahren ist das

Regierungspräsidium Kassel
Am Alten Stadtschloss 1
34117 Kassel

zuständig.

Ein Antrag auf Lohnkostenerstattung ist innerhalb von zwölf Monaten nach Abschluss der Bildungsveranstaltung beim Regierungspräsidium Kassel zu stellen.

Wichtiger Hinweis:

Eine Lohnkostenerstattung an private hessische Arbeitgeber für die Teilnahme ihrer Beschäftigten an Ehrenamtsschulungen, die in anderen Bundesländern als Bildungsurlaub anerkannt worden sind, ist grundsätzlich ausgeschlossen.

Kontakt

Helena Liebscher

Tel.: 0561 106 2615
Fax: 0561 106 1631

E-Mail: helena.liebscher@rpks.hessen.de

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