Ausbildungskostenzuschuss für Benachteiligte

Mit dem „Ausbildungskostenzuschuss“ erhalten Unternehmen einen Anreiz mit jungen Menschen, die zum Ausgleich sozialer und/ oder individueller Benachteiligungen in erhöhtem Maße auf Unterstützung angewiesen sind, Ausbildungsverträge abzuschließen und sie zum Abschluss zu führen.

Das Land Hessen fördert die Begründung von Ausbildungsverhältnissen mit benachteiligten Jugendlichen, die in anerkannten Ausbildungsberufen nach Berufsbildungsgesetz (BBiG) und Handwerksordnung (HwO) bei Unternehmen, Verwaltungen und sonstigen Ausbildungseinrichtungen ausgebildet werden.
Eine Berufsausbildung im Bereich der Altenpflegehilfe und Altenpflege wird ebenfalls bezuschusst.


Die zur Förderung anstehenden Auszubildenden

  • haben maximal einen Hauptschulabschluss
  • dürfen bei Ausbildungsbeginn ihr 27. Lebensjahr noch nicht vollendet haben
  • müssen bei Ausbildungsbeginn mit Hauptwohnsitz in Hessen gemeldet sein
  • dürfen mit dem Antragsteller/Gesellschafter oder den Antragstellern/Gesellschaftern nicht verheiratet oder im ersten oder zweiten Grad verwandt sein
  • dürfen noch keine andere abgeschlossene Berufsausbildung nach Berufsbildungsgesetz (BbiG) oder Handwerksordnung (HWO) haben
  • beginnen ihre Ausbildung im Antragsjahr

Förderungswürdige Jugendliche sind insbesondere

  • Abgehende aus Förderschulen und ehemalige Förderschüler/innen sowie Personen mit Problemen, die ihre Leistungsfähigkeit einschränken
  • junge Menschen in der Nähe einer anerkannten Lernbehinderung
  • sonstige Benachteiligte,denen im Rahmen vorrangiger Leistungsgesetze oder Programme nicht zur Einmündung in eine betriebliche Ausbildung verholfen werden kann

Die Zugehörigkeit zur Zielgruppe bzw. die Benachteiligung muss in geeigneter Form nachgewiesen werden, z.B. durch:

  • das Abgangszeugnis einer Förderschule
  • eine Bestätigung der zuständigen Agentur für Arbeit bzw. des Jobcenters
  • ein ärztliches Attest
  • eine Bescheinigung der Schule / Familienbetreuer / Sozialarbeiter etc.

Ein Ausbildungsverhältnis kann mit einem Zuschuss in Höhe von 2.000,00 EUR pro Ausbildungsjahr, insgesamt jedoch mit höchstens 7.000,00 EUR bei einer dreieinhalbjährigen Ausbildung gefördert werden.


Anträge auf Gewährung eines Zuschusses müssen vor Abschluss des Ausbildungsvertrags schriftlich beim

Regierungspräsidum Kassel
Dezernat 13
Steinweg 6
34117 Kassel

eingegangen sein.


Berücksichtigt werden können Anträge, die bis zum 30. September des Antragjahres eingegangen sind.


Förderzusagen können nur im Rahmen der zur Verfügung gestellten Haushaltsmittel erteilt werden.
Dabei ist die Reihenfolge des Antragseingangs maßgebend.


Der Antragsvordruck ist bei den Downloads abrufbar.
 

Die Förderrichtlinie wurde im Staatsanzeiger Nr. 1/2017 vom 02.01.2017, Seite 30 ff veröffentlicht.

Kontakt

Regierungsbezirke Kassel und Gießen
Alexander Rezler
Tel.: 0561 106 2542
Fax: 0611 32764 1662
E-Mail: alexander.rezler@rpks.hessen.de

Regierungsbezirk Darmstadt
Anna Backhaus
Tel.: 0561 106 3418
Fax: 0611 32764 1662
E-Mail: anna.backhaus@rpks.hessen.de

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