Sanatorium

Sanatorium (§ 7 HBeihVO)

Zu Aufwendungen aus Anlass einer Sanatoriumsbehandlung wegen derselben Krankheit kann alle vier Jahre für

 

höchsten drei Wochen,

 

(es sei denn, eine Verlängerung ist aus gesundheitlichen Gründen dringend erforderlich und durch eine ärztliche Bescheinigung des Sanatoriums nachgewiesen), eine Beihilfe gewährt werden, wenn der Amts- oder Vertrauensarzt die Notwendigkeit bescheinigt, dass die Krankheit nicht durch eine ambulante Behandlung am Wohnort bzw. dessen Nähe oder durch eine Heilkur behoben werden kann und die Beihilfestelle die Beihilfefähigkeit vorher anerkannt hat. Die Anerkennung ist nur bis vier Monate nach Bekanntgabe der Anerkennung gültig. Wenn Sie die Sanatoriumsbehandlung nicht innerhalb dieser Frist antreten, erlischt die Anerkennung (§ 7 Abs. 2 Nr. Satz 2 HBeihVO).
 

Eine Beihilfe kann in kürzeren Abständen als 4 Jahre gewährt werden, wenn eine schwere, mit einem Krankenhausaufenthalt verbundene Erkrankung vorgelegen hat oder

  • der Patient sofort in ein Sanatorium eingeliefert werden musste oder
  • bei einer schweren chronischen Erkrankung nach amts- oder
  • vertrauensärztlichem Gutachten eine Behandlung in einem kürzeren Zeitabstand erforderlich ist.

Beihilfefähig sind u.a. die Aufwendungen für

  • ärztliche Leistungen,
  • Heil- und Verbandmittel,
  • Heilbehandlungen (Bäder, Bewegungsbäder, Bestrahlungen, Heilgymnastik, Massagen, Bewegungstherapie, Inhalationen pp.),
  • die Aufwendungen für Unterkunft und Verpflegung bis zur Höhe des niedrigsten Satzes des jeweiligen Sanatoriums (bei einer Begleitperson bis zu 70 v.H. dieses Satzes),
  • die Beförderung unter Inanspruchnahme möglicher Fahrpreisermäßigungen und Abzug von 10,-- € je einfache Fahrt,
  • die Kurtaxe und
  • den ärztlichen Schlussbericht.

Eine Erhöhung des Beihilfebemessungssatzes um 15 v.H. gem. § 15 Abs. 6 HBeihVO tritt nicht ein.
 

Aufwendungen für Sanatoriumsbehandlungen sind unter den genannten Voraussetzungen auch bei Versorgungsempfängern und berücksichtigungfähigen Angehörigen (Ehegatten, Kinder) beihilfefähig.
 

Anträge auf Sanatoriumsbehandlungen stellen Sie bitte schriftlich formlos. Sie erhalten dann eine Aufforderung, den für Sie zuständigen Amtsarzt aufzusuchen. Eine Bescheinigung Ihres behandelnden Arztes über die Notwendigkeit der Sanatoriumsbehandlung nehmen Sie bitte dorthin mit; bitte übersenden Sie die Bescheinigung nicht an die Beihilfestelle.