Brillen

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Beihilfe

Voraussetzung für die erstmalige Beschaffung einer Brille ist eine schriftliche augenärztliche

Verordnung für die Gläser, die das Vorliegen der erforderlichen medizinischen Indikationen ausweist.

 

Für die erneute Beschaffung einer Brille oder von Kontaktlinsen genügt die Refraktionsbestimmung

eines Augenoptikers, auch wenn bei der erneuten Beschaffung andersartige Gläser oder statt

einer Brille Kontaktlinsen notwendig sind.
Die Aufwendungen für die Refraktionsbestimmung sind bis zu 13 EUR je Brille beihilfefähig.

 

Aufwendungen für Brillen sind - einschließlich Handwerksleistung -, jedoch ohne Brillenfassung,

bis zu folgenden Höchstbeträgen beihilfefähig:
 

für vergütete (entspiegelte) Gläser mit Gläserstärken bis +/- 6 Dioptrien (dpt):
 

beihilfefähige Höchstsätze

Einstärkenglaeser:

 

für das sphärische Glas

31 EUR

für das cylindrische Glas

41 EUR

Mehrstärkenglaeser

 

für das sphärische Glas

72 EUR

für das cylindrische Glas

92 EUR

Zuschlaege:

 

bei Gläserstärken über +/- 6 dpt zuzüglich je Glas

21 EUR

Dreistufen- oder Multifokalgläser zuzüglich je Glas

21 EUR

Gläser mit prismatischer Wirkung zuzüglich je Glas

21 EUR

2. Brillen mit besonderen Gläsern

Neben den Höchstbeträgen nach 1. sind Mehraufwendungen für Brillen

mit Kunststoffgläsern und Leichtgläsern (hochbrechende mineralische Gläser) zuzüglich je Glas bis zu 21 EUR

Mehraufwendungen für getönteGläser (Lichtschutzgläser) und phototrope Gläser zuzüglich je Glas bis zu 11 EUR

beihilfefähig.

 

3. Vergrößernde Sehhilfe

Lässt sich durch Brillen oder Kontaktlinsen das Lesen normaler Zeitungsschrift nicht erreichen, sind die
Aufwendungen für eine vergrößernde Sehhilfe (Lupe, Leselupe, Leselineale, Fernrohrbrille, Fernrohrlupenbrille,
elektronisches Lesegerät, Prismenlupenbrille u.ä.) beihilfefähig.
 

4. Die Aufwendungen für

 

  • Zweitbrillen, ausgenommen neben Kontaktlinsen
  • Bildschirmbrillen
  • Brillenversicherungen
  • Etuis

    sind nicht beihilfefähig.
     

5. Erneute Beschaffung von Sehhilfen

Aufwendungen für die erneute Beschaffung von Sehhilfen sind nur beihilfefähig, wenn bei gleich bleibender
Sehschärfe seit dem Kauf der bisherigen Sehhilfe drei Jahre bei weichen Kontaktlinsen zwei Jahre vergangen sind
oder

vor Ablauf dieses Zeitraums die erneute Beschaffung der Sehhilfe notwendig ist, weil
- sich die Refraktion geändert hat,
- die bisherige Sehhilfe verloren gegangen oder unbrauchbar

geworden ist oder
 

bei Kindern sich die Kopfform geändert hat.
(Anlage 3 zu § 6 Abs. 1 Nr.4 HBeihVO Zif. 11.6)
 

6. Sportbrillen für Schulkinder

Müssen Schulkinder während des Schulsports Sportbrillen tragen, sind notwendige Aufwendungen - einschließlich
Handwerksleistungen - in folgendem Umfang beihilfefähig:

für Gläser im Rahmen der Höchstbeträge (unter Einschluss von Kunststoff- oder Leichtgläsern ohne besondere
Indikation)

eine Brillenfassung bis zu 52 EUR.