Wann erhalte ich einen Versorgungsabschlag und wann entfällt dieser?

Ihr Ruhegehalt vermindert sich grundsätzlich um einen Versorgungsabschlag, wenn Sie vorzeitig in den Ruhestand versetzt werden und beträgt 3,6 % für jedes Jahr vor Erreichen der für Sie maßgeblichen Altersgrenze. Er ist dauerhaft zu berücksichtigen und entfällt nicht mit Erreichen der für Sie geltenden gesetzlichen Altersgrenze.

Der Versorgungsabschlag wird berücksichtigt, wenn Sie

  • auf eigenen Antrag nach § 35 S. 1 Nr. 2 HBG / § 112 Abs. 1 S. 2 HBG in den Ruhestand versetzt werden, bevor Sie die für Sie geltende gesetzliche Altersgrenze erreicht haben. Er ist in diesem Fall auf max. 18 % begrenzt und kann entfallen, wenn Sie zum Ruhestandsbeginn das 65. Lebensjahr vollendet und mindestens 45 Jahre mit berücksichtigungsfähigen Zeiten zurückgelegt haben;
  • auf eigenen Antrag bei Vorliegen einer Schwerbehinderung nach § 35 S. 1 Nr. 1 HBG in den Ruhestand versetzt werden, bevor Sie die maßgebliche Altersgrenze erreicht haben. Er ist in diesem Fall auf max. 10,8 % begrenzt und entfällt bei den Geburtsjahrgängen ab 1953 jeweils 2 Jahre vor Erreichen der gesetzlichen Altersgrenze;
  • wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand versetzt werden, bevor Sie die maßgebliche Altersgrenze erreicht haben. Der Abschlag ist auf max. 10,8 % begrenzt und kann entfallen, wenn Sie das 63. Lebensjahres vollendet haben und mindestens 40 berücksichtigungsfähige Jahre erreicht haben (bei Versetzung in den Ruhestand bis zum 01.01.2024 entfällt der Abschlag bereits bei 35 Jahren mit berücksichtigungsfähigen Zeiten). In diesem Fall ist die zu berücksichtigende Altersgrenze abhängig vom Zeitpunkt der Versetzung in den Ruhestand und nicht vom Geburtsdatum.

Weitere Informationen können Sie auch dem Merkblatt „Berechnung des Ruhegehaltes“ (Verlinkung folgt noch) entnehmen.