Europawoche im Regierungspräsidium Kassel

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Europawoche im Regierungspräsidium Kassel

Das Regierungspräsidium Kassel beteiligte sich  vom 29. April bis zum 6. Mai 2016 an der bundesweiten Veranstaltungswoche mit einer Ausstellung über die Lebenssituation der nach Europa gekommenen Flüchtlinge in den von ihm betreuten Erstaufnahmeeinrichtungen.

Daneben ermöglichten abwechslungsreiche Veranstaltungen unter Beteiligung der Zuflucht suchenden Menschen vielfältige Begegnungen.

Flucht nach Europa -  Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts.

Der große Flüchtlingsstrom nach Europa stellt die Europäische Union vor eine Zerreißprobe. Dabei hatten sich die Mitgliedstaaten lange vor der Flüchtlingskrise auf einen Wertekanon geeinigt, der Grundlage für das gemeinsame politische Handeln aller Mitgliedstaaten ist.

Die GrundrechteCharta der Europäischen Union umfasst die bürgerlichen, politischen, wirtschaftlichen und sozialen Rechte der europäischen Bürgerinnen und Bürger sowie aller anderen im Hoheitsgebiet der EU lebenden Menschen.

In Art. 18 der Charta wird z.B. explizit das Recht auf Asyl erwähnt! Diese Charta trat gemeinsam mit dem Vertrag von Lissabon 2009 in Kraft. Sie ist für alle EU- Mitgliedstaaten rechtsverbindlich.

Ausgenommen sind Großbritannien und Polen, für die eine Ausnahmeregelung gilt.

Das Regierungspräsidium Kassel ist in der Europawoche auf das Spannungsverhältnis zwischen dem Wertekanon der Europäischen GrundrechteCharta einerseits und der Situation der Flüchtlinge in Europa und im Besonderen im Regierungsbezirk Kassel andererseits eingegangen.

Seit dem Sommer 2015 ist das Regierungspräsidium Kassel mit der Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen betraut. Unsere Arbeit konnten wir den Besucherinnen und Besuchern der Ausstellung auf vielfältige Weise darstellen. Sie hatten dabei Gelegenheit, mit den Flüchtlingen und auch den Beschäftigten aus den Erstaufnahmeeinrichtungen ins Gespräch zu kommen.

Alle Veranstaltungen haben Bezug genommen auf die vielfältigen Verpflichtungen, die sich aus der Europäischen GrundrechteCharta ergeben. Wir wollten zeigen, dass sich das Land Hessen - gemessen an dieser Charta, auf die sich die Flüchtlinge berufen können - in besonderer Weise den Herausforderungen der Unterbringung einer sehr großen Zahl von Flüchtlingen mit Erfolg gestellt hat.