Elternzeit

Elternzeit ist eine Auszeit vom Berufsleben für Eltern, die ihre Kinder selbst betreuen und erziehen. Sie können von Ihrem Arbeitgeber verlangen, dass er Sie bis zu 3 Jahre von der Arbeit freistellt. In dieser Zeit müssen Sie nicht arbeiten und erhalten keinen Lohn. Zum Ausgleich können Sie zum Beispiel Elterngeld beantragen.

Ihre Elternzeit können Sie vor dem 3. Geburtstag Ihres Kindes nehmen. Einen Teil davon können Sie auch im Zeitraum zwi­schen dem 3. und dem 8. Geburtstag nehmen. Das bedeutet: Sie können Ihre Elternzeit dann nehmen, wenn Sie und Ihr Kind sie wirklich brauchen.

> Voraussetzungen

Elternzeit erhalten Sie unter folgenden Voraussetzungen:

  • Sie sind Beschäftigte/r
  • Sie betreuen und erziehen Ihr Kind selbst
  • Sie leben mit Ihrem Kind in einem gemeinsamen Haushalt
  • Während der Elternzeit sind Sie entweder gar nicht erwerbstätig oder höchstens 30 Stunden pro Woche (siehe Teilzeit in Elternzeit)

> Anmeldung der Elternzeit

Die Elternzeit, die innerhalb der ersten drei Lebensjahre des Kindes beansprucht werden soll, muss beim Arbeitgeber sieben Wochen vor Antritt schriftlich angemeldet werden. Die Anmeldefrist für die Elternzeit, die zwischen dem dritten und achten Geburtstag des Kindes beansprucht werden soll, beträgt 13 Wochen.

Wird die Anmeldefrist nicht eingehalten, verschiebt sich der Termin für den Beginn der Elternzeit entsprechend.

Damit für Arbeitgeber und Eltern klar ist, für welchen Zeitraum die Elternzeit beansprucht wird, muss man sich mit der schriftlichen Anmeldung verbindlich festlegen.

> Vorgehen bei der Anmeldung der Elternzeit:

  1. Nach der Geburt des Kindes reichen Sie eine Kopie der Geburtsurkunde beim Personaldezernat Z3 ein.

    (Das Personaldezernat leitet die Kopie der Geburtsurkunde zugleich an die Hessische Bezügestelle weiter. Diese sendet Ihnen anschließend ein Formular zur Beantragung des Kindergeldes zu)
     
  2. Es empfiehlt sich mit Einreichung der Kopie der Geburtsurkunde parallel und je nach gewünschter Inanspruchnahme den Antrag auf Elternzeit zu stellen
     
  3. Sie erhalten vom Personaldezernat Z3 ein persönliches Anschreiben, aus diesem können Sie- je nach Konstellation:

    - die Mutterschutzfrist nach der Geburt des Kindes
    - den genehmigten Zeitraum der Elternzeit
    - die genehmigte Teilzeit während der Elternzeit entnehmen.

> Weitere wichtige Hinweise:

Des Weiteren erhalten Sie mit dem Schreiben vom Personaldezernat Z3 weitere verschiedene Hinweise:

  • zur Erstattung der Krankenversicherungsbeiträge

Beamtinnen und Beamte bis zur Besoldungsgruppe A8:

Für die Dauer der Elternzeit werden Beamtinnen und Beamten bis einschließlich der Besoldungsgruppe A 8 auf Antrag die Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung in voller Höhe erstattet, soweit sie auf einen auf den Beihilfebemessungssatz abgestimmten Prozenttarif entfallen, einschließlich darin enthaltener gesetzlich vorgeschriebener Altersrückstellungen, wenn die Dienstbezüge vor Beginn der Elternzeit die Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht überschritten haben. Hierzu bitte dem Personaldezernat Z3 den Nachweis Ihrer Krankenkasse über Ihre monatlich zu leistenden Beiträge vorzulegen.

Beamtinnen und Beamte ab der Besoldungsgruppe A9:

Für die Dauer der Elternzeit werden Ihnen die Beiträge für Ihre Krankenversicherung bis zu 31 Euro monatlich erstattet, wenn die Dienstbezüge vor Beginn der Elternzeit die Versicherungspflichtgrenze in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht überschritten haben. Hierzu bitte dem Personaldezernat Z3 den Nachweis Ihrer Krankenkasse über Ihre monatlich zu leistenden Beiträge vorzulegen.

  • zum Beihilfeanspruch während der Elternzeit

    Beamtinnen und Beamte sowie das beihilfeberechtigte Tarifpersonal haben nach Maßgabe des § 7 der Hessischen Elternzeitverordnung (HEltZVO) für die Dauer der Elternzeit Anspruch auf Beihilfe in entsprechender Anwendung der Hessischen Beihilfeverordnung (HBeihVO).

Nähere Informationen finden Sie hier.

  • zur Anrechnung von Kindererziehungszeiten auf die Beamtenversorgung/ Rente

    Beamtinnen und Beamte erhalten von Dez. Z3 einen Vordruck, der auszufüllen ist und nach Rücksendung in Ihre Personalakte zur späteren Berechnung Ihres Ruhegehaltes aufgenommen wird.

    Tarifbeschäftigte erhalten einen entsprechenden Vordruck von Ihrem gesetzlichen Rentenversicherungsträger. Dieser wird nach Rücksendung zur späteren Berechnung der Rente benötigt.

> Auswirkungen der Elternzeit auf Ruhegehalt/Rente

Nähere Informationen zu der Frage, wie sich die Elternzeit auf das spätere Ruhegehalt bzw. die Rentenzahlungen auswirkt, entnehmen Sie bitte den folgenden Dokumenten.

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