Gleichstellungsbeauftragte

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Frauenbeauftragte

Rechtliche Grundlage für die Funktion der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten

Die rechtliche Grundlage für die Funktion der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten ist das Hessische Gesetz über die Gleichberechtigung von Frauen und Männern und zum Abbau von Diskriminierungen von Frauen in der öffentlichen Verwaltung (Hessisches Gleichberechtigungsgesetz – HGlG).
Der Auftrag der Gleichstellungsbeauftragten beim Regierungspräsidium Kassel ist im Gegensatz zu den meisten Aufgaben dieser regionalen Mittelbehörde eine behördeninterne Dienstleistung.

Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte überwacht die Durchführung des HGlG und einen Teil des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes und unterstützt die Dienststellenleitung bei der Umsetzung dieser Gesetze. Diese Aufgaben sind nach den Vorgaben des HGlG sogenannte dienstliche Tätigkeiten, womit zum Ausdruck gebracht wird, dass es sich bei der Institution Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte nicht um eine Interessenvertretung für die weiblichen Beschäftigten handelt. Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte handelt also nicht im Auftrag der Frauen, sondern im Auftrag des HGlG und hat sich um die Realisierung der gesetzlichen Vorgaben zu kümmern.

Ziele des HGlG

Ziele des Hessischen Gleichberechtigungsgesetzes sind die Verwirklichung der Chancengleichheit von Frauen und Männern, die Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie und die Beseitigung bestehender Unterrepräsentanz von Frauen im öffentlichen Dienst. Bis zur Erreichung dieser Ziele werden durch berufliche Förderung von Frauen auf der Grundlage von Frauenförder- und Gleichstellungsplänen mit verbindlichen Zielvorgaben die Zugangs- und Aufstiegsbedingungen sowie die Arbeitsbedingungen für Frauen verbessert.

Strategien zur Realisierung der Gesetzesziele, traditionelle und neue Konzepte

Eines der traditionellen strategischen Elemente zur Realisierung der Gesetzesziele ist der Fraueunförder- und Gleichstellungsplan. Zu dessen Aufstellung sind im HGlG bestimmte Vorgaben enthalten. Alternativ zum klassischen Frauenförder- und Gleichstellungsplan können zur Weiterentwicklung der strukturellen Chancengleichheit von Frauen und Männern neue Modelle der Verwaltungssteuerung und der Personalentwicklung treten.
Diese Alternative wird im Regierungspräsidium Kassel praktiziert.

Das Regierungspräsidium Kassel arbeitet seit 2001 im Modellversuch mit folgenden methodischen Instrumenten: Gender-Analysen und –prognosen, der Zielsystematik des Gender Mainstreaming, Gender-Orientierung bei der Ressourcenverteilung, gender-relevanten Personalentwicklungs-maßnahmen, einem Gender-Controlling (entsprechend der Systematik der Neuen Verwaltungssteuerung) und einem prozessorientiertem und dialogorientiertem Berichtswesen. Ein Kernpunkt dieses Gender-Konzeptes ist die Gender-Budgetierung der Personalkosten anstelle der klassischen stellenbezogenen Frauenquoten.

Veröffentlichung der Erfahrungen im Modellversuch

Alternative Konzepte zu den Frauenförder- und Gleichstellungsplänen sind noch nicht weit verbreitet. Die Effektivität des Gender-Konzeptes beim Regierungspräsidium Kassel wird insoweit mit Interesse beobachtet.
Der Modellversuch wurde über eine Laufzeit von zehn Jahren dokumentiert und von den Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten in einem Praxisbericht nachgezeichnet. Dieser liegt seit Kurzem in einer kleinen Auflage als Broschüre vor und wird an dieser Stelle als PDF-Datei zur Verfügung gestellt.

Kontakt

Gleichstellungsbeauftragte
Anja Braselmann
Tel.: 0561 106 1017
E-Mail: anja.braselmann@rpks.hessen.de

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