August von Trott zu Solz

August v. Trott zu Solz stammte aus einer Familie des hessischen Uradels. Er hatte seine Verwaltungslaufbahn als Regierungsassessor in Oppeln begonnen und war dann als Landrat in seiner Heimatprovinz zunächst in Höchst a. M., später in Marburg bestellt worden. Von hier aus führte die Karriere des eben erst vierzigjährigen Mannes in steilem Aufstieg in die Höhe.

 

Im Jahre 1894 wurde er zum Geheimen Regierungsrat im Ministerium des Innern ernannt, wo er in den folgenden Jahren die Stellung eines Vortragenden Rates einnahm.

 

Nach einem kurzen Zwischenspiel in Koblenz wurde er nach dem Tode Clairon d'Haussonville's zum Regierungspräsidenten seines heimatlichen Bezirkes ernannt und trat sein Amt am 18.2.1899 an. Sein besonderes Interesse in dieser Tätigkeit scheint der Förderung und Verbreiterung der Schulbildung gegolten zu haben. Zahlreiche Schulhausbauten entstanden während seiner Amtsführung.

 

Nach seinem Fortgang aus Kassel im Jahre 1905 bekleidete er den Posten des Oberpräsidenten der Provinz Brandenburg, 1909 wurde er zum Kultusminister ernannt und in den Jahren 1917-1919 übernahm er das Oberpräsidentenamt seiner Heimatprovinz. Danach lebte er auf dem ererbten Besitz. Neben seiner Beamtentätigkeit war er zeitweilig Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses sowie Kammerherr.

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